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Zeitzeugenvortrag von Ursula Haverbeck im Rhein-Erft-Kreis

Am Sonnabend, den 17. Mai 2014, wurde im Rhein-Erft-Kreis ein Zeitzeugenvortrag von Frau Ursula Haverbeck gehalten.
Nach einer kurzen Begrüßung unseres stellvertretenden Kreisvorsitzenden sang man gemeinsam das Lied „Die Gedanken sind frei“. Im Anschluss daran sprach Frau Haverbeck. Eingangs stellte sie fest, dass ihre Ausführungen rein subjektiver Art seien und lediglich ihre Erlebnisse aus ihrer Sicht wiederspiegeln.

Der Vortrag bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil berichtete Frau Haverbeck über ihre Erlebnisse als Führerin einer Jungmädelschar, die, wie die gesamte Jugendarbeit damals, unter dem Leitspruch stand: „Jugend wird durch Jugend geführt“. Sie erzählte von verschiedenen Erlebnissen, die ihr besonders in Erinnerung geblieben waren. So sagte sie beispielsweise, dass während des Krieges gemeinsam Spielzeuge gebaut wurden, damit jedes Kind Weihnachten ein Geschenk bekommen konnte. Dies war wichtig, da die Industrie mit kriegswichtigen Arbeiten ausgelastet war. Des Weiteren erklärte sie verschiedene Abläufe innerhalb ihrer zuständigen Jungmädelschar. Dabei betonte sie, wie wichtig das gemeinsame Singen sei, da dieses unter den Künsten die einzige soziale Kunst sei. An wöchentlich stattfindenden Heimabenden wurden die Melodien und Texte der Lieder einstudiert, die ihr heute noch präsent sind.
Genauso wichtig wie die geistige Betätigung der Jugend wurde auch die körperliche Ertüchtigung groß geschrieben – Sport und dies mehrmals pro Woche. Besonders betonte Frau Haverbeck die Freiwilligkeit der Mitgliedschaft sowohl in der Jungmädelschar als auch in der Hitlerjugend.

Darüber hinaus erfuhr man von ihren Aktivitäten in der ökologischen Bewegung indem sie betonte, wie aktuell die damaligen Forderungen noch heute sind.

Nach einer längeren Pause begann Frau Haverbeck mit dem zweiten Teil ihres Vortrags. Dieser bezog sich auf die Gegenwart. Sie referierte über die Krise in der Ukraine und die Gefahr eines Weltkrieges III. Sie ging auf die Ereignisse in der Ukraine ein und schilderte, wie sich dieser Konflikt so dramatisch entwickeln konnte. Dabei betonte sie deutlich, wie wichtig es sei, dass unter allen Umständen ein erneuter bereits schon geplanter Weltkrieg verhindert werden muss. Als mögliche Lösung zu seiner Abwendung sei es notwendig, hier in der Bundesrepublik einen zweiten Kriegsschauplatz zu errichten. Natürlich nur mit geistigen Waffen und nicht mit buchstäblicher Gewalt.

Dieser zweite Kriegsschauplatz soll sich auf die Abschaffung des § 130 Strafgesetzbuch, auch genannt der Volksverhetzungsparagraph, beschränken. Als Grund für die Abschaffung gab Frau Haverbeck an, dass dieser Paragraph die Meinungsfreiheit hier in Deutschland einschränkt. Kein kritisch denkender Mensch wie beispielsweise Horst Mahler kann seine Meinung frei äußern ohne Gefahr zu laufen ins Gefängnis eingesperrt zu werden.

Zum Schluss appellierte Frau Haverbeck an jeden Einzelnen sich gegen den Krieg und für die freie Rede einzusetzen. So sind, wie sie erklärte, Leser- oder Hörerbriefe dazu geeignet Meinungsfreiheit zu äußern – sie müssen nur massenhaft geschrieben werden.

Nach dem zweiten Vortrag von Frau Ursula Haverbeck sprach noch unser stellvertretender Kreisvorsitzender. Er bedanke sich bei den über 50 Gästen, die aus der ganzen Bundesrepublik angereist waren und beendete den offiziellen Teil unserer Veranstaltung. Zum Abschluss sang man gemeinsam das „Lied der Deutschen“.

Alles in allem war es wieder einmal eine erfolgreiche und sehr interessante Veranstaltung!

Ein Video der Veranstaltung wird in den kommenden Tagen nachgereicht!

 

INFORMATIONEN ZUR PERSON | URSULA HAVERBECK-WETZEL, JAHRGANG 1928

Ostvertriebene, vier Jahre in Schweden, danach Studium der Pädagogik, Philosophie und Sprachwissenschaften, unter anderem zwei Jahre in Schottland. Witwe des Prof. Dr. Werner Georg Haverbeck; einst Mitglied in der Reichsleitung, Gründer und Leiter des Reichsbundes Volkstum und Heimat 1933.

  • 45jährige Zusammenarbeit in Erwachsenenbildung und Ökologie, Mitbegründerin und langjährige Seminar- und Organisationsleiterin im »COLLEGIUM HUMANUM«.
  • 1974-1983 Schriftleitung der »Lebenschutzinformationen«.
  • Präsidentin im »Weltbund zum Schutze des Lebens«, Bundesverband Deutschland von 1983-1989.
  • Mitbegründerin und ehem. Vorsitzende im »Verein Gedächtnisstätte«

Das Ergebnis des Wohlstands

Uns Bundesbürgern geht es finanziell sowie materialistisch gesehen richtig gut. Wir haben alles was wir brauchen und wenn mal etwas fehlen sollte wird es einfach schnell gekauft zum günstigsten Preis den man auf dem Markt finden kann, frei nach dem Motto „Geiz ist Geil“.

Natürlich tragen wir nur die allerneuesten Kleidungsstücke der teuersten Marken, welche vermutlich kleine Kinder aus China unter qualvollen Bedingungen hergestellt haben.

Des weiteren besitzen wir natürlich das am besten entwickelte Handy, um immer im Trend zu bleiben.

Denn im Trend zu bleiben ist ein Lebensziel von fast jedem Bundesbürger.
Was wären wir nur, wenn wir uns nicht mehr dem Trend anpassen würden, wenn wir anders als die Masse wären. Dadurch, dass wir zum Beispiel keinen Wert auf Luxusgüter legen und uns, anstatt der Markenklamotten oder dem neuesten Handy, mit den einfacheren Sachen begnügen würden?

Das wäre fast nicht vorstellbar, da man durch die heutige Gesellschaft fast zum konsumieren der Luxusgüter gezwungen wird.
Zum  Beispiel  würde jedes Kind, welches mit einfachen Klamotten zur Schule ginge oder nicht die neuste „Playstation“ besitzen würde,  automatisch zum Außenseiter mutieren und von den anderen Kinder gemobbt werden.

Das hört sich schlimm an und das ist es auch, aber man sollte dabei nicht vergessen, dass die Kinder, die jemanden wegen solchen Dingen mobben, es nie anders kennen gelernt haben. Denn die Eltern haben diese Eigenschaft ihren Kindern beigebracht.

Es zählt nicht der Deutsche an sich als Mensch, sondern nur die Klamotten, die man trägt oder das Auto, welches man fährt.

Doch was ist wenn der Wohlstand nicht mehr existiert?

Darüber haben sich die wenigsten Gedanken gemacht. Denn wer denkt schon gerne darüber nach dass es einem schlechter gehen kann und dass der Wohlstand nicht ewig vorhanden sein wird.

Es ist selbstverständlich, dass der Wohlstand seine gewissen Vorzüge haben kann, aber ein Wohlstand der dumm, faul und antriebslos macht, ist noch keinem Land gut bekommen

Deswegen können wir nur gemeinsam uns und unserem Land eine sichere Zukunft erstreiten!

Bildquelle: Gabi Eder / pixelio.de