Asylbewerber: Zehn Argumente, die Pressehetzer alt aussehen lassen – Teil 4

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Im vierten Teil der Artikelreihe betrachten wir „These 7: Flüchtlinge nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg“ und „These 8: Wer genug Geld für die Überfahrt übers Mittelmeer hat, kann doch gar nicht so arm sein“ genauer. Weiterhin gehen wir dabei auf den Artikel „Zehn Argumente, die „Asylkritiker“ alt aussehen lassen“ von Gerrit Dorn ein, der auch hier wieder Halbwahrheiten und Lügen, wie z.B. den Fachkräftemangel, auffährt. Andere Themen, wie die Vedienste der Schlepperbanden, werden von ihm nur in Nebensätzen abgehandelt.

These 7: Flüchtlinge nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg.

Zunächst einmal muss man der Aussage im Artikel widersprechen, dass es einen „unlogischen Widerspruch“ ergeben würde, wenn man Asylbewerbern auf der einen Seite vorwirft die Sozialsysteme zu missbrauchen und auf der anderen Seite Arbeitsplätze zu besetzen, die sonst für Deutsche zur Verfügung stehen würden. Schließlich gibt es nicht nur einen einzigen Asylbewerber, weshalb durchaus beide Fälle zutreffen können.

Die im Artikel genannte Vorrangprüfung, nach der zunächst nachgewiesen werden muss, dass kein EU-Bürger für die Stelle zur Verfügung steht, wird im Übrigen immer weiter ausgehöhlt. Es stimmt zwar, dass die Vorrangprüfung bei allen Asylbewerbern, die seit mindestens 15 Monaten in Deutschland sind, vollständig aufgehoben ist. Jedoch ist sie für Hochschulabsolventen und Asylbewerber mit einer anerkannten Ausbildung für einen sogenannten „Engpassberuf“ bereits nach 3 Monaten aufgehoben. Die „Engpassberufe“ werden dabei von der Bundesagentur für Arbeit festgelegt. (Quelle: Bundesregierung) Momentan gibt es mehrere Vorstöße von den etablierten Parteien die Liste dieser angeblichen Mangelberufe großzügig auszuweiten.

Ausländer sollen so ein weiteres mal dazu genutzt werden, den Druck auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, damit die Wirtschaft die Löhne niedrig halten kann. Das ist letztendlich sowohl zum Nachteil der Deutschen, als auch der Ausländer, lediglich die internationale Wirtschaft profitiert.

Der im Artikel genannte Fachkräftemangel ist schon lange als gezielte Lüge enttarnt, um eben dieses Ziel zu erreichen, wird aber trotzdem von Medien und Politikern immer wieder als Grund genannt, um weitere Zuwanderung zu fordern.

Empfehlenswert ist zu diesem Thema besonders die ARD Reportage: Der Arbeitsmarktreport – das Märchen vom Fachkräftemangel, aus dem Jahr 2014.
Prof. Dr. Gerd Bosbach sagt darin: „Die Ware Arbeitskraft wird nicht teurer weil wir Mangel haben, sondern wird beliebig billiger. Das ist ein Widerspruch, den ein Betriebswirt, Volkswirt auch überhaupt nicht erklären kann. Was auch zeigt, hier geht es nicht um realen Fachkräftemangel. Hier geht es um billige Fachkräfte aus dem Ausland, die auch den Deutschen oder in Deutschland lebenden halt eine billige Konkurrenz sind, damit er sich im Preis möglichst denen anpasst.“
Weniger umfassend, aber mit dem gleichen Ergebnis, berichtete der Spiegel bereits 2010 „Neue Studie: DIW-Experten bezweifeln Mangel an Fachkräften“.

In unserem Artikel „Ausländische Fachkräfte: Modellversuch gescheitert“ haben wir im Übrigen bereits nachgewiesen, dass ausländische Fachkräfte selbst unter den besten Voraussetzungen meist ein Minusgeschäft für den Staat sind.

Anstatt bei diesem Thema wie gewünscht nur die Ausländer im Blick zu haben, muss man wesentlich mehr die rein kurzfristig und eigennützig denkenden Wirtschaftsführer und ihre Lobbyisten in der Politik kritisieren.

These 8: Wer genug Geld für die Überfahrt übers Mittelmeer hat, kann doch gar nicht so arm sein.

Hier wird der Artikel „ziemlich abenteuerlich, um es vorsichtig auszudrücken“. „Flüchtlinge“ aus Afrika stammen tatsächlich hauptsächlich aus der dortigen Mittelschicht, wie beispielsweise der Migrationsforscher Paul Collier von der Universität Oxford betont. Selbst wenn diese Menschen also für die Bezahlung der Schlepperbanden ihr ganzes Geld aufgebraucht haben, mit dem sie in ihren Heimatländern gut hätten leben können, soll man jetzt also Mitleid haben, dass sie sich dafür entschieden haben ihr Geld für eine illegale Einwanderung auszugeben? Wir denken schon, dass man illegalen Einwanderern, die nur aufgrund der Kosten für die illegale Einwanderung nun kein Geld mehr haben, durchaus vorwerfen kann, dass sie eigentlich gar nicht so arm waren.

Diejenigen, die nicht aus der dortigen Mittelschicht stammen, verkaufen sich regelrecht an die Schlepperbanden und werden in Europa dann Opfer von Zwangsprostitution oder „arbeiten“ das Geld durch Straftaten ab.

Befürworter des grenzenlosen Zuzugs sind also sowohl für die Zerstörung der afrikanischen Mittelschicht verantwortlich, als auch für die Ausbeutung von Menschen. Sie verschaffen unmenschlichen, gewissenlosen Schlepperbanden durch ihr Verhalten Milliardengewinne und unterstützen es, dass afrikanische Staaten niemals eine gesunde Gesellschaft aufbauen können, weil die ausgebildete Mittelschicht, die dafür unbedingt in ihrer Heimat benötigt werden würde, lieber illegal nach Europa wandert.

Diese Ströme über das Mittelmeer müssten konsequent unterbunden werden. Das wäre auch der einzige Weg, um im Mittelmeer ertrinkende Menschen zu verhindern. Weitere Anreize für die illegale Einreise zu schaffen führt nur zu noch größeren Einwanderungswellen und damit zu noch mehr Toten.

Die australische Regierung hat hingegen Tote durch die „Operation Sovereign Borders“, auf Deutsch „Operation souveräne Grenzen“, verhindert. Durch Aufklärungskampagnen in den Herkunftsländern der illegalen Einwanderer unter dem Motto „NO WAY – you will not make Australia home“ wurde ihnen klargemacht, dass die Schlepperbanden lügen und Bootsflüchtlinge auf keinen Fall in Australien aufgenommen werden. Schlepperboote wurden von der australischen Marine rigoros abgefangen und zurückgeschickt. Das hat innerhalb kürzester Zeit dazu geführt, dass die Anzahl dieser Versuche massiv abgenommen hat. Seit Beginn der Aktion hat kein Flüchtlingsboot Australien erreicht und es gab keine Schiffsunglücke mit Toten mehr.

Weitere Artikel der Reihe:
Teil 1: These 1 – Deutschland nimmt viel mehr Flüchtlinge auf als andere Länder und These 2 – Wer vom Balkan kommt, ist ein Wirtschaftsflüchtling.
Teil 2: These 3 – Asylbewerber sind kriminell und These 4 – Wir können es uns nicht leisten, all die Flüchtlinge aufzunehmen.
Teil 3: These 5 – Wohnung, Essen, Krankenversicherung, Taschengeld: Die Flüchtlinge kriegen hier alles bezahlt und These 6: Und dann auch noch Begrüßungsgeld!
Teil 5: These 9 – Deutsche Familien werden für die Flüchtlinge aus ihren Wohnungen geworfen und These 10 – Dann sollen die „Gutmenschen“ doch die Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen!

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