Asylbewerber: Zehn Argumente, die Pressehetzer alt aussehen lassen – Teil 1

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Die deutsche Presse gibt sich alle Mühe weiter jede berechtigte Kritik am massiven Asylmissbrauch zu verunglimpfen. Während mancher da ganz offen hetzt „Deutschland hat ein Problem – und das sind Deutsche“, wie Sophie Albers Ben Chamo im Stern, versuchen sich andere zumindest vordergründig daran Argumente zu widerlegen. Dabei wird jedoch oft mit Halbwahrheiten und auch offenen Lügen gearbeitet. Beispielhaft dafür ist der Artikel „Zehn Argumente, die „Asylkritiker“ alt aussehen lassen“ von Gerrit Dorn. Wir haben uns mal daran gemacht uns davon zu überzeugen, ob uns die Argumente wirklich alt aussehen lassen oder ob sie nur die gewohnte Desinformation beinhalten. Da der Artikel relativ umfangreich ist, werden wir uns täglich mit 2 angeblich widerlegten Thesen auseinandersetzen. Den Beginn machen wir heute mit These 1 – Deutschland nimmt viel mehr Flüchtlinge auf als andere Länder und These 2 – Wer vom Balkan kommt, ist ein Wirtschaftsflüchtling.

These 1: Deutschland nimmt viel mehr Flüchtlinge auf als andere Länder.

In der Gegenrede wird zuerst zugegeben, dass diese Tatsache stimmt. Dann versucht man sie kleinzureden, indem man die wenigen Länder aufzählt, in denen mehr Asyl-Erstanträge je 1000 Einwohner gestellt werden, wie Schweden. Dabei ignoriert man aber gekonnt, dass keines der wenigen Länder, die vor Deutschland liegen mehr als 10 Millionen Einwohner hat, was die Statistik sehr verzerrt. Während in Deutschland im Jahr 2014 2,1 Asyl-Erstanträge je 1000 Einwohner gestellt wurden, liegt diese Zahl bei den anderen bevölkerungsreichsten Staaten Europas sehr viel niedriger: Frankreich (0,9), Vereinigtes Königreich (0,5), Italien (1), Spanien (0,1).

Ebenso manipulativ geht man bei den positiv beschiedenen Asylanträgen vor. Hier vergleicht man wieder das kleine Schweden, das die höchste Anerkennungsquote nach Bulgarien hat, mit Deutschland. Dabei wird zudem ignoriert, dass sich die Hauptherkunftsländer der Asylbewerber stark unterscheiden. Asylbewerber vom Balkan, die eine sehr hohe Ablehnungsquote haben, stellen wesentlich häufiger Anträge in Deutschland. So befand sich unter den Top-5-Herkunftsländern in Schweden kein europäischer Staat, in Deutschland kamen hingegen z.B. die zweitmeisten Antragsstellter aus Serbien.

Während Deutschland eine Ablehnungsquote von 58% hat, wobei Duldungen und ähnliche Dinge nicht als Ablehnung mitgezählt sind, liegt diese in Frankreich bei 78%. (Quelle: Eurostat, teilweise aufbereitet z.B. im Spiegel)

Zusätzlich wird ignoriert, dass in Deutschland momentan rund 260.000 Asylanträge noch nicht bearbeitet sind, der höchste Wert Europas. Auch, dass sich rund 600.000 abgelehnte Asylbewerber in Deutschland aufhalten, von denen 150.000 sofort abgeschoben werden müssten, wird gekonnt verschwiegen. (Quelle: Antwort des Innenministeriums auf die Anfrage eines Bürger auf fragdenstaat.de (pdf))

Die neuen Dimensionen des Problems erkennt man auch daran, dass 2014 626.065 Asylanträge in ganz Europa gestellt wurden, während man in diesem Jahr alleine in Deutschland von 600.000 Anträgen ausgeht.

These 2: Wer vom Balkan kommt, ist ein Wirtschaftsflüchtling.

Während sich die Medien, wie auch in diesem Artikel, alle Mühe geben, angebliche gewichtigere Gründe für den Ansturm von Wirtschaftsflüchtlingen zu finden, geben viele der Asylbewerber bereitwillig zu, dass sie das deutsche Asylsystem einfach nur missbrauchen wollen. Der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, sagte dazu:„Manche Antragsteller vom West-Balkan geben in Anhörungen ganz offen zu, dass sie nur fünf Monate in Deutschland bleiben und die staatliche Hilfe von monatlich 143 Euro erhalten wollen.“ (Quelle: Bayerischer Rundfunk)

Dazu kommen dann natürlich noch viele andere Punkte, wie Kleiderspenden und kostspielige medizinische Behandlungen.

Da es sich bei vielen Asylbewerbern von Balkan um Sinti und Roma, im Volksmund auch Zigeuner genannt, handelt, wird zur Begründung des Asylanspruches gerne auf eine Diskriminierung im Herkunftsland hingewiesen. Wer in Deutschland in der Nähe von Menschen dieser Volksgruppe lebt, dürfte selbst wissen, dass das problematische Zusammenleben nicht immer nur an der bösen, rassistischen Mehrheitsgesellschaft liegt. Aber dennoch wollen wir Behauptungen aus dem Artikel nachgehen.

Die genannten „Zwangsräumungen“ hören sich wie gewünscht nach einer wilden Vertreibung an. Wenn man allerdings bedenkt, dass viele Zigeuner vor diesen Räumungen in illegalen Siedlungen wohnten, sie also aus illegalen Unterkünften in legale Unterkünfte umgesiedelt wurden, ergibt sich schon ein ganz anderes Bild. Wer in Deutschland versucht ohne baurechtliche Genehmigungen Unterkünfte zu errichten, bekommt auch sehr schnell Probleme mit dem Staat und wird, wenn er uneinsichtig ist, wohl zwangsgeräumt. Das nennt man aber nicht Diskriminierung, sondern Rechtsstaat.

Zu angeblich „weitverbreiteter und systematischer Diskriminierung“ im Alltag wollen wir gerne zwei beschriebene Gegebenheiten aus dem Artikel „Wer ist schuld am Elend der Zigeuner?“ zitieren:

In einer Kolonie oberhalb des Dorfes Stráne pod Tatrami sagte der Woiwode Ernest Badzora: „Wir würden auch gern so leben wie die Slowaken, aber wir werden ausgeschlossen. Nicht einmal der Bus fährt noch in unser Viertel.“ Nein, nein, erklärten die Leute im Dorf, der Busfahrer weigere sich, in die Kolonie zu fahren, seit er bedroht und bestohlen wurde.

„Die Weißen wollen uns nicht unten in ihrem Dorf haben“, argwöhnte Badzora. „Deshalb haben sie die Miete für Familienfeiern in dem öffentlichen Gemeindesaal auf 6000 Kronen erhöht. Soviel können wir nicht bezahlen.“ Nein, nein, meinte der slowakische Bürgermeister Pitonák. „Die Hälfte des Geldes ist eine Kaution. Die gibt es zurück, wenn alles heil geblieben ist. Denn beim letzten Mal haben die Roma Fenster, Stühle und Tische demoliert und die Glühbirnen gestohlen.“

Selbst führende Zigeuner aus diesen Ländern, wie Attila Lakatos und István Forgács sind inzwischen dazu übergegangen, die Fehler auch bei den eigenen Volksgenossen zu suchen.

Führende Vertreter dieser Volksgruppe in Deutschland sind noch lange nicht an diesem Punkt. Wenn man aber sieht, dass von den in einer Untersuchung befragten Zigeunern selbst in Deutschland 44 % keinen Schulabschluss und nur 15 % eine Berufsausbildung hatten, dann sollte die Problemsuche bei sich selbst wohl langsam beginnen.

Weitere Artikel der Reihe:
Teil 2: These 3 – Asylbewerber sind kriminell und These 4 – Wir können es uns nicht leisten, all die Flüchtlinge aufzunehmen.
Teil 3: These 5 – Wohnung, Essen, Krankenversicherung, Taschengeld: Die Flüchtlinge kriegen hier alles bezahlt und These 6: Und dann auch noch Begrüßungsgeld!
Teil 4: These 7 – Flüchtlinge nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg und These 8 – Wer genug Geld für die Überfahrt übers Mittelmeer hat, kann doch gar nicht so arm sein.
Teil 5: These 9 – Deutsche Familien werden für die Flüchtlinge aus ihren Wohnungen geworfen und These 10 – Dann sollen die „Gutmenschen“ doch die Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen!

One Response to Asylbewerber: Zehn Argumente, die Pressehetzer alt aussehen lassen – Teil 1

  1. Adebar sagt:

    Das Argument der Bevölkerungsdichte habt ihr vergessen, im Deutschland wohnen wesentlich mehr Menschen pro Quadratkilometer, als z.B. in Schweden. Früher soll ja angeblich von einem Volk ohne Raum geredet worden sein, heute behaupten die Mainstream-Medien, wir hätten zuviel Raum ohne Volk und müssten deshalb Fremde aufnehmen. Dabei unterschlagen die Multikulti-Propagandisten, daß damals 80 Millionen Deutsche weitaus mehr Land zur Verfügung hatten, als es heutzutage der Fall ist.

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