Bedburg: Haushaltslöcher sollen auf Kosten der Bürger gestopft werden

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In Bedburg sollen im nächsten Jahr starke Einsparungen im Haushalt beschlossen werden. In den nächsten 3 Jahren wird die Stadt jährlich zwischen 7 und 9 Millionen Euro Schulden machen. Daher werden sich diese wohl nicht vermeiden lassen.

Ein großes Haushaltsloch hat dabei die Bundesregierung aufgerissen. Aufgrund der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vollkommen überstürzt ausgerufenen „Energiewende“, entgehen Bedburg 4 Millionen Euro Gewerbesteuer von RWE pro Jahr.

Doch auch die Landesregierung von SPD und Grünen fällt Bedburg zur Last. Durch Änderungen im Gemeindefinanzierungsgesetz erhält Bedburg hier jährlich 3,5 Millionen Euro weniger.

Momentan wird in vielen Bereichen an Einsparungen gedacht, konkrete Beschlüsse dafür wird es aber wohl erst im nächsten Jahr geben. Bereits jetzt kann man aber sagen, dass besonders bei Sporteinrichtungen und Schulen gespart werden soll, aber auch in der Verwaltung.

Allgemein wird man dieses Thema im Blick behalten müssen. Insbesondere ist aber interessant, dass auch in Bedburg nun eine Sekundarschule eingeführt werden soll.
Für den Haushalt hätte dies den Vorteil, dass man so direkt einen Vorwand für die aufgrund von Finanzaspekten bereits geplante Zusammenlegung von Schulen hätte. Haupt- und Realschule würden abgeschafft und in der Sekundarschule zusammengefasst.

Das Konzept der Sekundarschule ist aber zurecht sehr umstritten. Schulexperimente, nur um den Haushalt zu richten, kann man nur ablehnen. Insbesondere setzt die Sekundarschule an sich höhere Investitionen voraus, um die persönliche Förderung der Schüler und die Inklusion umsetzen zu können. Man will also wohl Geld einsparen durch die Zusammenlegung zweier Schulen, die dann benötigten Ausgaben kann und will man hingegen nicht aufbringen. Eine weitere Verschlechterung der Bildungssituation ist so vorprogrammiert.

Es kündigt sich also einiges für das nächste Jahr in Bedburg an. Die Bürger sollten die Entwicklungen sehr aufmerksam beobachten und gegebenenfalls gegen gewisse Pläne einschreiten.

Bildquelle: GG-Berlin | pixelio.de

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