BERGHEIM-NIEDERAUßEM | Zu Besuch im Asylbewerberheim/Zentrales Aufnahmelager

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Am Samstag, den 21. November 2015 konnten Besucher an einem Rundgang durch das Asylantenheim/Zentrales Aufnahmelager NRW in Bergheim-Niederaußem teilnehmen. Auch Aktivisten unseres Kreisverbands nutzten diese Gelegenheit, um sich ein Bild vor Ort zu machen.

Natürlich fand der Rundgang unter einem massiven Polizeiaufgebot statt. Die Beamten standen vor der Anlage mit zwei Polizeiautos, einem VW-Bus und acht Beamten. Dazu kam das zum Asylheim zugehörige Sicherheitspersonal mit sechs weiteren Personen.

Das „Zentrale Aufnahmelager NRW“ wird offiziell von den „Maltesern“ geführt und besteht bis jetzt aus zwei Industriezelten (ca. 120 x 60 Meter) und sechs weiteren großen Zelten (70 x 35 Meter). Hinzu kommen ein kleines und ein mittleres Verwaltungszelt sowie acht Wohncontainer. Natürlich werden die Zelte in dieser kalten Jahreszeit komplett beheizt.

Laut „Malteser“ geht man davon aus, dass 250 Asylanten pro Zelt nach Religion und Nationalität getrennt untergebracht werden sollen. Die Asylanten sollen dort drei Tage bis hin zu drei Wochen in dem Komplex bleiben, um dann nach erfolgter Registrierung weiter auf andere Kommunen oder Bundesländer verteilt zu werden.

Auf Nachfrage zu der Gesamtzahl der dort untergebrachten Asylanten nannte man dann eine Zahl von etwa 1.000 Personen. Es scheint aber so, dass das Zentrale Aufnahmelager NRW für deutlich mehr Personen ausgerichtet ist.

Die Anfahrt zu dem riesigen Komplex war nicht ausgeschildert, dennoch war der zum Gelände gehörende Parkplatz mit mindestens 180 bis 200 PKW gut belegt. Die angespannte skeptische Stimmung der Besucher war deutlich spürbar. Informationen wurden hinterfragt, Antworten wurden nur vage gegeben. In den Gesprächen zwischen den Besuchern war zumindest zum Teil Unmut zu hören.

Zum Beispiel:
„Zum Schluß weiß man genauso viel wie vorher.“
„Denen fehlt es ja an nichts.“

Alles in allem war es für uns durchaus interessant, sich das Asylantenheim, das eher einer mittelgroßen Zeltstadt ähnelt, anzuschauen. Die Bürger Niederaußems dürfen sich sicher sein, dass wir sie nicht im Stich lassen werden und regelmäßig vor Ort Präsenz zeigen.

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