Demonstration in Dortmund, Gedenkmarsch in Dresden

12744581_672475406188463_2037103536573507787_n

Auch am vergangenen Wochenende standen Aktivisten unseres Kreisverbandes wieder an verschiedenen Orten auf der Straße. Während sich ein Teil auf den Weg zu einer Demonstration gegen Polizeigewalt nach Dortmund machte, reiste ein anderer Teil zum Gedenkmarsch in Dresden, um der deutschen Bombentoten durch alliierte Terrorangriffe zu gedenken.

In Dortmund fand am vergangenen Donnerstag eine vollkommen überzogene Polizeiaktion statt. In den frühen Morgenstunden wurden mehrere Wohnungen gestürmt, um dort einige Mobiltelefone von nationalen Aktivisten zu beschlagnahmen. Während die Stürmung der Wohnungen schon vollkommen unverhältnismäßig war und wohl nur zu Einschüchterung diente, da ein einfaches Anklopfen mit dem Durchsuchungsbeschluss völlig ausgereicht hätte, setzte man noch eins drauf, indem man auch das Sondereinsatzkommando (SEK) einsetzte, das unter Einsatz von Blendgranaten eine Wohnung stürmte und den anwesenden Hund kaltblütig erschoss.

Da der Polizei nach eigenen Angaben während der Durchsuchung schon vorher bekannt war, dass sich der Hund in der Wohnung befand, muss man hier von der absichtlichen Ermordung eines geliebten Hundes ausgehen, um Andersdenkende einzuschüchtern.

Dies gelang ihnen selbstverständlich nicht, wie 250 nationale Aktivisten am nächsten Tag bewiesen, als sie als Reaktion durch die Straßen Dortmunds zogen und lautstark ihren Protest kundtaten. Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich beim DortmundEcho.

Wie die Polizei damit umgeht, wenn sie im Zuge von Durchsuchungen bei einer schwerkriminellen, ausländischen Drogenbande auf einen Hund trifft, zeigt eine Situation Ende Januar in Köln, im Polizeibericht heißt es dazu: „Bei der Durchsuchung eines Kiosks in der Straße Am Rondorfer Pfad hinderte ein Hund die Beamten am Betreten des Geländes. Da der Angestellte den Vierbeiner nicht bändigen konnte, zogen die Einsatzkräfte die Feuerwehr Köln hinzu. Nach Betäubung des Tieres brachten sie den Hund in ein nahegelegenes Tierheim. Anschließend durchsuchten die Kriminalisten auch diese Räumlichkeiten.

Dies zeigt deutlich, wie Menschen, deren politische Überzeugungen nicht der Regierungslinie entsprechen, in diesem Staat inzwischen verfolgt, eingeschüchtert und schlimmer als wirkliche Kriminelle behandelt werden.

Am selben Tag nahmen 650-700 Teilnehmer an einem Trauermarsch in Dresden statt, um der zivilen Luftkriegstoten, sowie der Zerstörung der Stadt am 13. Februar 1945 durch alliierte Terrorbomber zu gedenken. Das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ hat dazu einen Bericht veröffentlicht.

Kommentar verfassen