Der Hälfte der Deutschen droht Altersarmut

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Während man uns durchgehend einredet, dass in Deutschland Milch und Honig fließen und wir deswegen problemlos Banken retten und alle Menschen dieser Welt unterstützen können, sieht die Realität eher entgegensetzt aus. Das hat nun auch der WDR, in einem seltenen Anfall von seriösem Jorunalismus, herausgefunden. Danach droht rund der Hälfte der Deutschen schon im Jahr 2030 Altersarmut.

Konkret bedeutet dies, dass sie höchstens eine gesetzliche Rente auf Hartz-IV-Niveau erhalten werden. Nach den Berechnungen erhält nur wer 40 Jahre lang ohne Unterbrechung mindestens 2100 Euro Brutto im Monat verdient, eine Rente, die über der Mindestsicherung liegt.

Durch die neoliberale Umgestaltung unserer Wirtschaft, die bereits unter der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder begann und von Angela Merkel nahtlos weitergeführt wurde, erreichen immer weniger Menschen solch ein Gehalt und solch eine Erwerbsbiografie. Stattdessen prägen niedrige Löhne, Leiharbeitsfirmen und Teilzeitbeschäftigungen inzwischen das Bild auf dem Arbeitsmarkt.

Laut Aussagen des Bremer Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Rudolf Hickel geht die Prognose „von sehr optimistischen Annahmen aus, also nicht davon, dass sich die Arbeitmarktsituation Richtung prekärer Arbeitsverhältnisse verschärfen würde. Es ist also eine sehr ruhige, zurückhaltende Annahme. Das Ergebnis ist wirklich dramatisch .“ Es ist also wahrscheinlich, dass die Realität sogar noch schlimmer aussehen wird.

Dabei ist das Rentensystem von Grund auf ungerecht angelegt. Obwohl es auf einem Umlageverfahren beruht, also jeweils die nachfolgenden Generationen die Renten für die jetzige Generation aufbringen müssen, werden Kinderlose bevorzugt. Am besten steht man in diesem Lande inzwischen da, wenn man eine kinderlose Ehe führt bzw. inzwischen auch eine homosexuelle Lebenspartnerschaft, die steuerlich gleichgestellt wurde. Die höheren Einkünfte im Lebensverlauf, spiegeln sich am Ende in einer höheren Rente wider, die dann die Kinder eben jener bezahlen dürfen, die ihrerseits aufgrund der Kinderbetreuung in Altersarmut leben.

Beispielhaft sei hier der Bericht über die 85-jährige Anneliese Esser genannt, die in Kerpen, im Rhein-Erft-Kreis, lebt. Obwohl sie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg mit aufbaute und in ihrem Leben 6 Kinder auf die Welt brachte und aufzog, erhält sie heutzutage gerade einmal 537,59 Euro Alters- und Witwenrente, der Staat stockt dies auf die Mindestsicherung von 812,39 Euro auf.

Die eingeführte „Mütterrente“ bringt ihr, ebenso wie rund 300.000 weiteren betroffen Müttern in der Bundesrepublik, nichts, weil sie direkt auf ihre Grundsicherung vom Staat angerechnet wurde. Weil sie von der Anrechnung nichts wusste und die dadurch entstandene Rentennachzahlung nutzte, um einen dringend benötigten Herd und einen Kühlschrank anzuschaffen, bevor die Stadt Wind davon bekam und das Geld einforderte, muss sie zudem von ihrer Mindestsicherung nun Raten an die Stadt abbezahlen.

Das alles, obwohl alleine einer ihrer Söhne erst vor kurzem aufgrund von Überstunden rund 1000 Euro Steuern habe nachzahlen müssen. Wie viele Steuern ihre Kinder dem Staat insgesamt eingebracht haben, interessiert in unserem ungerechten System aber nicht, in dem jeder Kinderlose besser gestellt ist, als jemand der sein Arbeitsleben unterbrochen hat, um Kinder aufzuziehen. Eine vollkommen familienfeindliche Politik.

Wir setzen uns dafür ein, dass diese Ungerechtigkeit endlich ein Ende findet. Anstatt kinderlose Ehen und homosexuelle Parterschaften zu fördern, muss die Förderung endlich wieder bei denen ankommen, die unserem Land tatsächlich eine Zukunft schenken: Familien mit Kindern. Diese müssen sowohl bei den Steuerpflichten, als auch im Rentensystem bevorzugt werden! Die Lebensleistung der Erziehung von Kindern muss endlich wieder ankerannt werden.

Auch eine nur an den Interessen von Großkonzernen orientierte Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik muss endlich beendet werden. Wer sein ganzes Leben gearbeitet hat, hat einen Anspruch auf eine auskömmliche Rente!

Bildquelle: angieconscious | pixelio.de

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