Der Weg in eine „Raubtier – Gesellschaft“!

444098_web_R_K_B_by_Margot Kessler_pixelio.de

 

Nach Weltkrieg II entstand in BRDeutschland ein neues Phänomen: Globalisierung von Arbeit und Kapital. Die vorherigen funktionierenden Strukturen wurden abgelöst durch eine subtile Aufhebung des Sozialstaates und die Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft.

Auf dem Weltmarkt tobt ein Krieg der Konkurrenten. Da immer mehr deutsche Unternehmen ihre Produktionsstätten ins Ausland verlegen, auch als so genannte „Joint ventures“ in Entwicklungs – und Industrialisierungsländer, um Lohn- und Personalkosten zu sparen, ist die Ausbeutung der einheimischen Arbeiterschaft vorprogrammiert.

Geldgier und Inkaufnahme von Letalität, z. B. im chinesischen Bergbau, wo ständig aufgrund fehlender Sicherheit Bergarbeiter verunfallen oder getötet werden, die BRD jedoch weiterhin den einheimischen Steinkohlebergbau ad acta legt, und es bevorzugt, billige Steinkohle aus China zu importieren, zeigen die Mentalität dieser asozialen Profitgier.

Die Bevorzugung von Großkonzernen durch eine entsprechende Steuergesetzgebung tut ihr übriges. Die geforderte Transparenz in Bezug auf Vorstandsgehälter und die Kontrolle von Aufsichtsräten, verbunden mit einem Verhaltenskodex für Manager, sind schon wieder vergangene Forderungen auf dem Papier und stehen mittlerweile nicht mehr zur Debatte.

Die Diskussion über die Frage, welches Menschenbild wir benötigen, um eine problembeladene Gesellschaft zu vermeiden und ein notwendiges Solidaritätsprinzip aufrecht zu erhalten, ist längst überfällig. Der krankhaften Anhäufung von Reichtum, die von Vorstandsetagen und öffentlichen Körperschaften ausgeht, muß mit adäquaten Gegenmaßnahmen konsequent begegnet werden, nicht nur in Form von Stigmatisierung.

Dieser „Raubtierkapitalismus“ wird leider immer noch von den Verursachern vorangetrieben. Die Kritiker, die diesen Zustand anprangern, haben jedoch anfangs diese Entwicklung mit ihren politischen Maßnahmen gefördert und unterstützt. Diese fatale Ambivalenz zeigt nun Wirkung.

Deutschland gerät immer mehr in den Sog der Globalisierung. Optimierte Börsenkurse, Bonuszahlungen und fette Dividenden zur Befriedung der Aktionäre führen zwangsläufig zu Massenentlassungen von Arbeitnehmern, wie dies in der jüngsten Vergangenheit bei vielen Unternehmen der Fall war. Dieses Modell wird noch gesteigert, wenn Manager bei ihrem Ausscheiden schwindelerregende Gehälter bzw. Abfindungen erhalten, die mit dem Unternehmenswert und seiner Börsenkurse vollständig unvereinbar sind. Dieses Prinzip von Missbrauch, Ausbeutung (Abzocke pur) und unternehmerischer Verantwortungslosigkeit ist nicht mehr zu überbieten.

Eine rühmliche Ausnahme bilden hierzulande noch der untere Mittelstand und Kleinbetriebe / Familienunternehmen, die nach wie vor ausreichend Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, und weiterhin auf der Suche nach Absatzmärkten im In- und Ausland sind.

Fazit: Die regierende politische Kaste ist verantwortlich für die aktuell wirtschaftliche und finanzielle Misere, indem sie diesen perfiden Kapitalismus erst ermöglicht hat und seinem Lobbyismus gestattet, die garantierten Menschenrechte mit Füssen zu treten.

Wir fordern deshalb das Recht auf Arbeit für jedermann und berechtigte Teilhabe an der Gewinnmaximierung und dem Wohlstand, nicht nur für eine kleine Oberschicht, sondern für alle.

 

Bildquelle: Margot Kessler / pixelio.de

 

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