Elsdorf: Grundsteuer steigt – Haushaltlage kritisch – kein Platz für Asylbewerber

Bildquelle | Gabi Eder /pixelio.de

Bürgermeister Andreas Heller (CDU) nannte die Haushaltslage in der letzten Ratssitzung „verdammt ernst“. Daher wird nun die Grundsteuer von 580 auf 640 Prozentpunkte angehoben. Erst vor zwei Jahren war sie von 450 auf 580 Prozenpunkte gestiegen. Durch die jetzige Erhöhung erhofft man sich zusätzliche Einnahmen von 405.000 Euro.

Wenn sich die momentane Entwicklung fortsetzt droht der Wegfall aller freiwilligen Leistungen, wie z.B. für das Freibad und die Bibliothek. Unterdessen wird ein neues Heim für Asylbewerber errichtet, da das alte an der Nußallee marode sein soll.

Größtenteils werden allerdings private Wohnungen zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt. „Aber es wird immer schwieriger, geeignete und bezahlbare Immobilien zu finden“, lässt der Bürgermeister verlauten. Daher wird momentan darüber nachgedacht auch regulär zugewiesene Asylbewerber in der Dreifachturnhalle am Schulzentrum unterzubringen, die seit Mitte Oktober 2015 als Erstaufnahmelager für Asylanten eingerichtet ist.

Dadurch werden Schul- und Vereinssport wohl noch auf lange Zeit nur eingeschränkt möglich sein. Ein weiteres Anhalten des Asylstroms kann sich Elsdorf weder finanziell, noch platzmäßig leisten. Doch die Untätigkeit der Bundesregierung lässt ein Abreißen der Zuweisung von Asylbewerbern nicht erwarten.

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