Erftstadt: Grundschulen haben kein Personal für Hochbegabtenförderung

Eine Befragung der Schulleitungen der Grundschulen in Erftstadt ergab, dass zwar alle hochbegabte Schüler nach Möglichkeit fördern wollen, ihnen eine konkrete Umsetzung aber aktuell nicht möglich ist. Neben der Personalsituation sind dafür besonders die Inklusion und die Integration der Kinder von Asylbewerbern verantwortlich.

Die Schulleiter gaben an, dass es einen Mangel an qualifizierten Lehrkräften gebe und der Markt für Lehramtsabsolventen leergefegt sei. Die vorhandenen personellen Ressourcen verzehren die Anforderungen im Zusammenhang mit der Inklusion, die Integration der Kinder von Asylbewerbern und die zunehmende Anzahl von Kindern mit sehr hohem Betreuungsaufwand. Zusätzlich würden an den Schulen Räume fehlen.

Diese Angaben zeigen wieder den ganzen Irrsinn der aktuellen Schulpolitik auf. Hochbegabte können an den Schulen nicht ausreichend gefördert werden, weil die Lehrer damit beschäftigt sind sich um Lernbehinderte oder Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse zu kümmern.

Während die Leistungen aller Schüler schon darunter leiden, dass so eine vernünftige Lernatmosphäre nicht gegeben ist, werden durchschnittlich- und hochbegabte Kinder benachteiligt, weil sich die Lehrer zunehmend um Problemfälle kümmern müssen. Die letztliche Folge ist ein Absinken des allgemeinen Bildungsniveaus.

Eine vernunftorientierte Schulpolitik würde die schleichende Abschaffung der Förderschulen sofort aufhalten. Reguläre Schulen sollen der allgemeinen Bildung dienen, nicht der zwangsweisen Eingliederung von Problemfällen oder Schülern mit speziellen Ansprüchen, die auf separaten Förderschulen mit speziell geschultem Lehrkräften wesentlich besser aufgehoben sind. Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen haben ebenso nichts in einer regulären Schulklasse zu suchen, sondern müssen in speziellen Klassen untergebracht werden.

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Bildquelle: Manfred Jahreis | pixelio.de

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