ERICH PRIEBKE – Im Alter von 100 Jahren letzter Kriegsgefangener des 2. WK

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In der heutigen Zeit ist es sehr schwierig über vergangene Themen, besonders den 2. Weltkrieg, zu sprechen. Sobald die eigene Meinung nicht mit der vorgeschriebenen Geschichtsschreibung übereinstimmt, wird man in eine Ecke gestellt. Deswegen findet oft eine einseitige Betrachtung der Geschichte statt, welche keine abweichende Meinung zulässt.

Das beste Beispiel ist wohl der älteste Kriegsgefangene des 2. Weltkrieg, welcher noch heute für seine Tat einsitzt: ERICH PRIEBKE. Aufgrund seines hohen Alters und seines Gesundheitszustandes zwar nicht in einem herkömmlichen Gefängnis, sondern unter Hausarrest, aber trotzdem nicht in Freiheit.

Doch wer ist ERICH PRIEBKE und warum büßt er mehr als 68 Jahre nach Kriegsende immer noch für sein „Vergehen“?

ERICH PRIEBKE wurde am 29. Juli 1913 in Hennigsdorf unweit von Berlin geboren. Im Alter von vierzehn Jahren begann er im Hotelwesen zu arbeiten. Mit zwanzig begab er sich nach Italien, wo er in einem Hotel an der ligurischen Küste eine Anstellung fand. Anschließend führte ihn sein Weg über London zurück in seine Heimat. Dort trat er der Polizei bei, wurde dadurch faktisch auch Angehöriger der SS und erwarb einen militärischen Grad.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er als Leutnant der deutschen Botschaft in Italien zugeteilt, wo er die Funktion eines Vize-Polizeiattaches bekleidete. Im Anschluß an die Geschehnisse des achten September 1943, der faktischen Kapitulation Italiens, wurde er dem Außenkommando Rom zugewiesen, das seinen Sitz in der Via Tasso hatte und polizeiliche Aufgaben erfüllte.

Nach dem Anschlag in der Via Rasella wurde er dort zusammen mit seinem Vorgesetzten Kappler und seinen Kollegen mit der Vollstreckung des Führer-Befehls zur Durchführung einer sogenannten Vergeltungsaktion beauftragt. Danach leistete er in Brescia Dienst.

Nach Kriegsende schlug er sich nach Sterzing in Südtirol durch, wo er zu seiner Frau und seinen Kindern stieß. 1948 wanderte er nach Argentinien aus, nachdem seine Kollegen und Vorgesetzten vom Militärgericht Rom für die Vergeltungsaktion freigesprochen worden waren. Nach einem erfüllten Arbeitsleben trat er dort in den Ruhestand und widmete sich zwanzig Jahre lang den Belangen der deutschen Gemeinde von San Carlo di Bariloche, wobei er sowohl als Präsident der deutsch-argentinischen Kulturkommission als auch als Vorsitzender des Führungsgremiums des angesehenen deutschen Instituts „Primo Capraro“ tätig war.

Nachdem seine Geschichte 1994 durch eine Sendung des amerikanischen Fernsehkanals A.B.C. an die Öffentlichkeit gelangt war, verlangten die italienischen Behörden seine Auslieferung, die dann auch erfolgte. Er wurde zuerst freigesprochen, doch nach Protesten sogleich wieder verhaftet und in einem neuen Verfahren zunächst zu fünfzehn Jahren Freiheitsentzug und abschließend von einem anderen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt.

Dazu muss man erwähnen, dass der Anschlag in der Via Rasella durch Partisanen verübt wurde und dabei 33 Polizeiangehörige, 10 italienische Zivilisten und ein 13jähriger Junge getötet wurden. Partisanen waren zumeist kommunistisch geprägte Milizien, welche mit Terror gegen die bestehende Ordnung vorgingen.

Heute würde man sie normalerweise als Terroristen bezeichnen!

ERICH PRIEBKE und seine Kameraden bekamen damals den Auftrag die polizeilichen Ermittlungen aufzunehmen und Täter oder Mitwisser, welche sich bei dem Anschlag schuldig gemacht hatten, zu exekutieren.

Zusätzlich wurde eine Anzahl Geiseln erschossen, was auch bei den Alliierten zur Partisanenbekämpfung durchaus üblich war. Die ganze Heuchelei der heutigen Betroffenheit darüber zeigt sich darin, dass man es heutzutage hinnimmt, dass die USA mit ihren Verbündeten ganze souveräne Staaten überfallen, weil diese angeblich Terroristen beherbergen.

Auch heute noch, an seinem 100. Geburtstag, leidet ERICH PRIEBKE unter dem ihm auferlegten Hausarrest.

Es muss festgehalten werden: ERICH PRIEBKE kam damals seiner polizeilichen Arbeit nach und erfüllte nur die ihm auferlegte Pflicht.

Eine unabhängie Untersuchung über die Ereignisse rund um den Anschlag in der Via Rasella fand leider nicht statt, da dies konsequent unterbunden wurde. Stattdessen wurde politischer Druck aufgebaut, um einen gerechtfertigten Freispruch wieder aufzuheben.

So bleibt ERICH PRIEBKE noch heute ein Opfer der »offiziellen Geschichtsschreibung«, daher fordern wir:

Lasst endlich ERICH PRIEBKE frei!

Gesichtet im Rhein-Erft-Kreis:

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Weitere Informationen zur Person ERICH PRIEBKE: www.erichpriebke.de

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