Geschichten aus der Irrenanstalt: Nazi-Codes in Edeka-Werbung

An vielen Tagen kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass die Bundesrepublik Deutschland in vielen Zügen eher einer Gruppensitzung in der Irrenanstalt gleicht, als einem normalen Staat. Aus einer gewöhnlichen Weihnachtswerbung von Edeka (hier ansehen) wird da ganz schnell ein hinterhältiges, unterschwelliges Nazi-Propagandavideo konstruiert. Grundsätzlich geht es in der Werbung nur darum sich weniger darauf zu konzentrieren, was man während der vorweihnachtlichen Zeit alles tun „muss” und „soll” und sich stattdessen lieber mehr Zeit für seine Familie zu nehmen. Ausgedrückt wird das neben der durchgehenden Wiederholung des Wortes „muss” auch durch zwei Autokennzeichen „MU:SS 420” und „SO:LL 3849”.

Gegen diese harmlose Werbung richtete sich aber nun einge ganze Kampagne, die unter anderem von Sabine Bamberger-Stemmann angeführt wurde. Sie ist seit 2004 Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg, die direkt dem Bundesministerium des Innern untersteht und wird somit durch Steuergelder, wohl nicht gerade spärlich, bezahlt. In einem Gespräch mit dem „Manager Magazin” erklärte sie warum:

Das ist das Kennzeichen „MU SS 420“ Die Buchstaben SS sind gerade wegen der Anlehnung an die NS-Zeit in Deutschland im Autokennzeichen verboten. […] Die 420 ist eine aus dem angelsächsischen Raum stammende, in rechten Kreisen auch hierzulande gängige Abkürzung für Hitlers Geburtstag am 20. April. […] das zweite Autokennzeichen, das im Spot zu sehen ist, zeigt ebenfalls Zahlenkombinationen, die in der rechtsextremistischen Szene verwendet werden. Das Nummernschild laut [sic] „SO LL 3849“. […] Die Zahl 84 steht für „Heil Deutschland“. Sie ist umrahmt von den Zahlen 3 und 9. Die 39 steht für „Christliche Identität“ oder „Christian Identity“. Dies bedeutet in rechten Kreisen im Umkehrschluss Antisemitismus. Damit ist die Aussage klar.

Alles klar? Noch nicht überzeugt? Die Frau kann weiter nachlegen: „Die Kinder spielen zum Beispiel auch eine altmodische Version von „Mensch ärgere dich nicht“.“ Um das nochmal festzuhalten: Das ist keine Satire, sondern offizielle Aufklärung der staatlichen „Landeszentrale für politische Bildung“, die jeder Steuerzahler finanzieren muss.

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann die Wörter muss, Nuss, Kuss und viele andere versteckte Nazi-Codes (SS!) endlich durch den Staat verboten werden, ebenso wie der Besitz „veralteter“ Spiele. Bald ist hoffentlich nur noch das Spielen politisch korrekter, aktueller Spiele erlaubt, wie „Steuerzahler ärgere dich nicht, der Staat nimmt dir dein Geld nur für sinnvolle Zwecke weg“ und „Für welches Geschlecht entscheide ich mich heute“. Bedenken haben wir noch bei dem Namen von Sabine Bamberger-Stemmann, den man mit SBS abkürzen würde. Während hier klar der SS gehuldigt wird, soll durch das dazwischengeschobene B wohl auch noch der BDM ins Spiel gebracht und damit die vollkommene Überzeugung vom Nationalsozialismus ausgedrückt werden. Wir hoffen, dass diese Sätze voller krankhafter Nazi-Paranoia und wildesten Konstruktionen auch uns eine glänzende Karriere innerhalb einer staatlichen Institution verschaffen werden.

Doch zurück zum Ernst der Sache, denn diese Frau gehört eben keiner linksextremen Sekte an oder befindet sich momentan in Behandlung, sondern leitet die „Landeszentrale für politische Bildung“ und wird dort mit Steuergeldern bezahlt!

Und da stellt sie leider keinen Einzelfall dar. Ein anderes Beispiel wäre Antje Hornscheidt, die sich heutzutage als Lann Hornscheidt bezeichnet, weil sie sich als Neutrois betrachtet, also ihrer Meinung nach keinem Geschlecht angehört. Und das verkündet sie ebenso nicht als die bekannte Verwirrte auf dem Dorfplatz, sondern hochoffiziell als Professorin für „Gender Studies“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die entsprechende Stelle erhielt sie übrigens im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquote. Als es ihr diesen Vorteil brachte, hatte sie offensichtlich noch kein Problem ihr Geschlecht zu erkennen.

Nun mit Steuergeldern ausgehalten, hat sie reichlich Zeit ihre kruden Ansichten unters Volk zu bringen. Wir wollen sie einfach kurz selbst zu Wort kommen lassen, da wir diesen Unsinn kaum in Worte fassen können:

Ich verstehe mich selber eben nicht als Frau oder Mann und ich will versuchen, hier neue Umgangsformen zu finden, damit es ermöglicht werden kann, dieses Selbstverständnis zu leben. Diese neuen Formen können sehr verschieden sein, von daher sind die Vorschläge auch sehr vielfältig – die x-Form ist eine davon. Das x könnte für Durchkreuzung der Geschlechtervorstellungen in der Gesellschaft stehen.

[…]

Dann wären Sie Professorx?

Nein – ich wäre Professx. Ich würde das x nicht an die männliche Form anhängen, sondern eher an etwas wie den gedachten Wortstamm. Ich würde analog auch nicht Studentx sagen – das wäre ja die männliche Form plus ein x, sondern eher versuchen, ein Verb zu nehmen und das x an den Stamm des Verbs anhängen, also Studierx.

[…]

Der Vorschlag ist keiner, der aus der Uni kommt, sondern aus Communities, aus Trans-Bewegungen und politischen Zusammenschlüssen. Von Leuten, die sich nicht als Frauen und Männer verstehen. Dass ich das mit in die Uni genommen habe, liegt daran, dass ich eben eine Professur habe und es an diesem Ort publik gemacht habe.

Wie man es von einer Professorin erwartet, gibt sie auch hochwertvolle Publikationen heraus, wie z.B. „Feminismus schreiben lernen“, wo sie schreibt:

Die Be_Nennung „frauisiert“ ersetzt die konventionalisierte Be_Nennung „Frau“. Durch das Wort „frauisiert“ wird der diskursive, prozessuale Herstellungscharakter dieser sozialen Positionierung deutlicher: Keine Person ist einfach so „Frau“, sondern wird frauisiert und_oder frauisiert sich selbst. Die Be_Nennung „typisiert“ ersetzt analog dazu die konventionalisierte Be_Nennung „Mann“

Die staatlichen Institutionen und Bildungseinrichtungen sind durchsetzt mit Personen, die hinter jeder Zahl und jedem Buchstaben weitreichende Verschwörungen entdecken und Personen, die andere unterrichten wollen, während sie sich selbst noch nicht einmal über ihr Geschlecht im Klaren sind.

Mit kleinen Veränderungen ist da nicht viel zu machen. Wir brauchen eine radikale, vollständige Entfernung solcher Personen aus allen Positionen mit irgendeiner Form von Einfluss!

NS: Wir würden das ja Säuberung der Institutionen nennen, aber dann bekommt Sabine Bamberger-Stemmann noch einen Herzinfarkt…

Bildquelle: sirknippsalot | pixelio.de 

One Response to Geschichten aus der Irrenanstalt: Nazi-Codes in Edeka-Werbung

  1. Adebar sagt:

    In jungen Jahren habe ich mir bei der Landeszentrale für politische Bildung immer Info- Material geben lassen, das war neben dem Verfassungsbericht die beste Möglichkeit sich über nationale und sozialistische Vereinigungen zu informieren. Im Zeitalter des Weltnetzes ist das allerdings genauso überflüssig geworden wie die „Landeszentrale für politische Bildung“ selbst.

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