Kerpen: 400 neue Plätze für Asylbewerber in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen

Asylflut stoppen

In Kerpen zeigt man wieder einmal das neue Vorgehen in der Asylpolitik: In nichtöffentlicher Sitzung wird vom Einheitsparteienkartell einstimmig die Errichtung neuer Unterkünfte beschlossen, diese werden dann in kürzester Zeit errichtet und irgendwann wird auch mal kurz die Bevölkerung informiert, natürlich erst wenn alles bereits unumstößlich feststeht.

Zur genauen zeitlichen Abfolge: Am 23.02.2016 beschloss der Stadtrat einstimmig zwei neue Standorte, an denen jeweils 200 Asylbewerber untergebracht werden sollen. Der erste Standort liegt an der Bruchhöhe zwischen Erftlagune und Bahnlinie, das zweite Grundstück nordöstlich des Friedhofs an der Humboldtstraße.

Die ersten Bauarbeiten dazu beginnen innerhalb der nächsten Wochen. Obwohl bereits mit dem Eigentümer eines privaten Grundstückes verhandelt wird, um dort ebenfalls eine Anlage für 200 Personen zu errichten, wird auch dieses Grundstück geheim gehalten, bis die Entscheidung feststeht.

Nachdem die Pläne bereits unumstößlich feststehen, werden die Bürger in zwei Informationsveranstaltungen über die Pläne in Kenntnis gesetzt:

02.03.2016 um 19 Uhr in der Mensa des Schulzentrums Horrem-Sindorf
Bruchhöhe 27, 50170 Kerpen, für den geplanten Standort neben der Erftlagune

und

04.03.2016 um 18:30 Uhr in der Jahnhalle hinter dem Rathaus Kerpen, Jahnplatz 1, für den geplanten Standort neben dem Friedhof Kerpen-Nord (Humboldtstraße)

Momentan werden Kerpen jede Woche 50 Asylbewerber zugewiesen, insgesamt geht die Stadt für dieses Jahr von rund 2400 Asylanten aus. Daher sollen bis Ende des Jahres auch noch die ersten festen Wohnhäuser für Asylbewerber errichtet werden, über die geplanten Standorte und Kosten schweigt die Stadt.

Auf dezente Anmerkungen, dass auch Sozialwohnungen für Deutsche in Kerpen fehlen antwortete die fraktionslose Stadtverordnete Askim Müller-Bozkurt „Hier wird etwas aufgebauscht, was, wenn es aus der rechten Ecke käme, einen üblen Beigeschmack hätte.“ und auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Ripp setzte seine Prioritäten ganz klar bei den Fremden: „Wir müssen zunächst Plätze schaffen, für die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten.“ Dass tatsächlich immer noch unzählige Menschen illegal nach Deutschland einreisen, die weder vor Krieg noch Verfolgung geflohen sind und dass selbst die tatsächlichen Kriegsflüchtlinge zuvor unzählige sichere Länder durchquert haben, wird hier wieder bewusst übersehen.

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