Kerpen: Informationsveranstaltung zu Asylunterkünften an der Humboldtstraße

Asylflut stoppen

Wie wir bereits berichteten hat der Kerpener Stadtrat einstimmig zwei neue Standorte, an denen jeweils 200 Asylbewerber untergebracht werden sollen, beschlossen. Dazu fanden, selbstverständlich nachdem alles beschlossen war, zwei Informationsveranstaltungen statt.

Bei der Veranstaltung zu den Containern an der Humboldtstraße machten die Bürger sachlich aber deutlich ihre Ablehnung klar. So kritisierten sie besonders die Nähe zur bereits bestehenden Massenunterkunft in der Boelcke-Kaserne.

Durch diese sei es in der Umgebung bereits zu zunehmender Vermüllung gekommen, zudem wurde von Ruhestörungen bis spät in die Nacht und von Diebstählen gesprochen. Auch von Asylbewerbern, die hemmungslos die Gärten der Anwohner betraten, um dort „kleine und große Geschäfte“ zu verrichten, wurde berichtet. Ebenso zögen manche von ihnen als aggressive Bettler durch die Gegend.

Auf die Frage eines Bürgers was man dagegen tun könne, antwortete Bürgermeister Dieter Spürck (CDU), dass durch Anzeigen wohl keine Vorfälle zu verhindern seien. Stattdessen empfahl die Integrationsbeauftragte Annette Seiche mit den ehrenamtlichen Helfern Kontakt aufzunehmen, damit diese auf die Asylanten einwirken. Das wird tatsächlich wohl erst recht zu keiner Veränderung führen, taucht aber wenigstens in keiner Statistik auf.

Denn ansonsten könnte der Leiter der Kerpener Dienststelle Polizeiwache West, Polizeihauptkommissar Wolfgang Wiederstein, wohl nicht weiter behaupten, dass es nur wenige Straftaten geben würde. Unzählige Vorfälle, die nicht angezeigt wurden, werden dabei bewusst unter den Tisch fallen gelassen. Wenn vor der Tür plötzlich die Laufschuhe fehlen, scheuen viele Bürger den Aufwand zur Polizei zu gehen. Und Asylanten, die im eigenen Garten ihre Notdurft verrichten, sind meist wohl zu schnell wieder weg. Zudem wurden trotz aller Beteuerungen der örtlichen Polizei inzwischen bereits drei Tatverdächtige der Kölner Silvesternacht in Kerpen verhaftet.

Da wird es die Bürger zusätzlich erfreut haben, dass der Bürgermeister klarstellte, dass die Stadt beim jährlichen Zuschuss von 10.000 Euro pro Asylbewerber von Seiten des Landes deutlich zuzahlen muss, um die tatsächlichen Kosten zu decken.

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