Kommen die „Vereinigten Staaten von Europa“?

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Ab und zu äußern europäische Politiker inzwischen ganz offen welche langfristigen Ziele sie in Wirklichkeit verfolgen, während sie, angeblich um die Krise zu bekämpfen, immer mehr Rechte von den einzelnen Staaten auf die EU übertragen. So forderte beispielsweise die Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane Reding, zuständig für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, den Ausbau der Europäischen Union zu den „Vereinigten Staaten von Europa“.

Als Zentralregierung soll nach ihren Vorstellungen die EU-Kommission dienen. Dieser gehört Viviane Reding, rein zufällig, bereits seit 1999 an und das wird sich, ohne besondere Vorkommnisse, auch bis 2014 nicht ändern.

Sie stellt sich dabei ein föderalistisches Modell vor, in der die momentanen souveränen Mitgliedsstaaten dann zu Bundesländern verkommen würden.

Gerade die Euro-Krise, die dieser Idee bei abgehobenen europäischen Politikern wieder Aufwind gegeben hat, hat eigentlich gezeigt, dass der momentane Weg vollkommen falsch ist. Sie hat sich zu einem großen Teil daraus entwickelt, dass man Ländern mit absolut unterschiedlichen wirtschaftlichen Voraussetzungen aus politischen Gründen unbedingt die gleiche Währung geben wollte. Jetzt, nachdem der eingeschlagene Weg in die vorprogrammierte Krise geführt hat, einfach noch schneller auf diesem Weg voranmarschieren zu wollen, ist gefährlicher Unsinn.

Man übersieht nicht nur absichtlich die wirtschaftlichen Ungleichgewichte, sondern ebenso über Jahrhunderte gewachsene Völker und Staaten, die man nicht einfach so zusammenschmeißen kann.

Vor kurzem wurde der EU der Friedensnobelpreis verliehen, womit dieser Preis nach der Auszeichnung von US-Präsident Obama weiter an Wert eingebüßt hat. Denn ganz im Gegensatz zu dem, was uns in den Medien verkauft wird, ist wohl kaum die EU für den Frieden in Europa verantwortlich. Ganz im Gegenteil konnte man sich früher wohl kaum brennende deutsche Fahnen in Griechenland vorstellen.

Die Abgehobenheit und damit einhergehende Verachtung ihrer eigenen Völker der europäischen Politiker scheint auf einem neuen Höchststand zu sein. Wir halten das für eine sehr gefährliche Entwicklung. Selbst die Deutschen, denen über Jahrzehnte jedes Nationalgefühl aberzogen wurde, sind mehrheitlich gegen das unkontrollierbare EU-Monster. Wie es in anderen Ländern aussieht kann man sich daher denken. Jedes Mal, wenn die abgehobenen Politiker sich getraut haben die europäischen Völker zu befragen, haben diese ihre Pläne rundum abgelehnt.

Wir brauchen keine Vereinigten Staaten von Europa, sondern ein Europa der Vaterländer, mit starken, souveränen Nationalstaaten, in denen die Gesetze auf das eigene Volk zugeschnitten sind und diesem dienen.

Ebensowenig brauchen wir eine krisengeschüttelte gemeinsame Währung mit Staaten, die sich nur durch dreiste Lügen überhaupt Zugang zu unserem Währungsraum verschafft haben. Auch hier sollte Deutschland endlich wieder seinen eigenen Weg gehen, anstatt Hunderte Milliarden für fremde Länder zu verschwenden, nur damit sich dort private Spekulanten aus der Affäre ziehen können, um eine Währung zu retten, die nicht aus wirtschaftlichen Erwägungen, sondern nur aufgrund politischer Utopien überhaupt existiert. Politische Utopien auf der einen Seite und Neid auf die starke D-Mark auf der anderen Seite, um es ganz genau zu sagen.

Das ganze EU-Experiment in seiner momentanen Form ist zum Schaden Deutschlands und größtenteils auch zum Schaden der anderen europäischen Völker. Es dient hauptsächlich der Hochfinanz und einigen internationalen Firmen. Damit muss Schluß sein!

Bildquelle: Viktor Mildenberger | pixelio.de

2 Responses to Kommen die „Vereinigten Staaten von Europa“?

  1. Adebar sagt:

    Moin,
    ich möchte ein K – wie keine kaufen… 😉

    „…Ebensowenig brauchen wir (k)eine krisengeschüttelte gemeinsame Währung mit Staaten, die sich nur durch dreiste Lügen überhaupt Zugang zu unserem Währungsraum verschafft haben..“

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