Linkstrend beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

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Schon seit einiger Zeit macht der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) dadurch auf sich aufmerksam, dass er Mitglieder ausschließt, weil diese ihm „zu rechts“ sind. Dabei hilft es diesen Personen nicht, dass sie über Jahre Mitglieder waren, die sich nie etwas zuschulden haben kommen lassen und pünktlich ihren Beitrag zahlten.

Das alleine wäre schon ein fragwürdiges Verhalten. Doch offensichtlich spornt es die Jugendorganisation des VDK, die sogenannten Volksbund-Jugendarbeitskreise (JAK), zu noch zweifelhafterem Verhalten an.

So führen diese beispielsweise Seminare mit dem Titel „Extrem gegen Rechts – Seminar zu Extremismus und Menschenfeindlichkeit“ durch. Es ist durchaus kein Zufall, dass hier bereits im Titel „Rechts“ mit „Rechtsextremismus“ gleichgesetzt und gleichzeitig jede andere Form von Extremismus ausgespart wird.

Folgerichtig kann man dann auch im Seminarbericht lesen, dass das Festhalten an einem traditionellen Familienbild (Vater, Mutter, Kind) ein Merkmal von Rechtsextremisten ist.

Eine linksextreme Gruppe hätte es wohl ebenso ausgedrückt, was aber immer noch nichts daran ändert, dass eben diese traditionelle Familie das Beste für ein Kind ist; trotz aller wissenschaftlichen Fortschritte weiterhin ein Mann und eine Frau für die Zeugung eines Kindes benötigt werden und momentan Millionen Menschen in Frankreich für eben dieses Familienbild auf die Straße gehen, ebenso wie ein Großteil der deutschen Bevölkerung selbstverständlich an diesem Familienbild festhält, ohne dass alle davon direkt Rechtsextremisten sind. Was solche Themen allerdings mit der Arbeit der Kriegsgräberfürsorge zu tun haben, kann einem wohl kaum jemand erklären.

Doch auch wenn direkt über die Arbeit des VDK geredet wird befreit man sich nicht aus linksextremen Argumentationsmustern. So sprach man zum Beispiel über die internationale Gedenkveranstaltung am Vorabend des Volkstrauertages in der Berliner Lilienthalstrasse, immerhin die Hauptveranstaltung des VDK. Kritik äußert man beispielsweise an der Teilnahme von Soldaten (!) und dem Einsatz von Fackeln in der Dunkelheit. „Für mich ist das eine gruselige Veranstaltung mit Fackeln und viel Militär im Dunkeln. Wenn man nicht weiß, worum es geht, könnte man denken, dass die Nazis wieder da sind“ , sagt Teilnehmer Tilman Algermissen, stellvertretender Sprecher des JAK in Sachsen-Anhalt.

Doch die Jugendarbeitskreise gehen noch viel weiter. So rief unter anderem der JAK Sachsen-Anhalt zur Teilnahme an den Blockaden gegen den Trauermarsch in Dresden, der jährlich an die dortigen Bombentoten erinnert, auf. Der Trauermarsch in Dresden wurde viele Jahre lang mit Tausenden Teilnehmern friedlich und würdevoll durchgeführt, wobei die Teilnehmer aus vielen verschiedenen Ländern kamen und unterschiedliche politische Ansichten vertraten, wenn sie denn überhaupt politisch waren. In den letzten Jahren wurde er durch linksextreme Gruppen, die illegale Blockaden durchführten und die Teilnehmer tätlich angriffen, in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden verhindert.

Obwohl es dem VDK ein Anliegen sein sollte, dass ein würdevoller Trauermarsch ermöglicht wird, unterstützt sein Jugendverband lieber Linksextremisten, die dessen Durchführung durch Straftaten verhindern wollen. Wie ist es mit der Wahrung der Würde der Opfer vereinbar, wenn Mitglieder der JAK neben Linksextremisten stehen, die „Bomber Harris – Do it again“ johlen? Eben jene Linksextremisten, die ansonsten gerne auch Denkmale für deutsche Opfer der Weltkriege beschmieren und beschädigen.

Der JAK Berlin rief gar zu Solidarität mit Lothar König auf, einem äußerst linksorientierter Pfarrer, der momentan in Dresden wegen schweren Landfriedensbruchs angeklagt ist, weil er Linksextremisten zu Gewalttaten gegen Polizisten und Teilnehmer des Trauermarsches angestiftet haben soll.

Während man also Personen ausschließt, deren einzige „Schuld“ darin bestand von irgendwem für „zu rechts“ gehalten zu werden, ignoriert man politisch korrekt die äußerst bedenklichen Entwicklungen in der eigenen Jugendorganisation.

Wir halten uns lieber von solchen eigentlich sinnvollen, aber wohl langsam verkommenden Organisationen fern und führen unsere eigenen Aktionen durch, wozu auch die traditionelle Pflege der Soldatengräber in unserer Umgebung gehört, die wir zuletzt am 30. März und am 13. April durchführten.

Zitatquelle Tilman Algermissen: http://www.volksbund.de/hessen/jugendarbeit/jak-hessen/jakprojekte/das-jahr-2013/bildungsseminar-menschenfeindlichkeit.html
Bildquelle: H.D.Volz | pixelio.de

One Response to Linkstrend beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

  1. Hindenburg sagt:

    Normalerweise eine Selbstverständlichkeit das örtliche Kriegsgräber durch die Anwohner gepflegt werden. Bedarf es da einer Organisation ?
    Ein gutes Zeichen was gesetzt werden muss um zerfallenes Gemeinwohl und Verständniss zu dokumentieren – unabhängig einer politischen Richtung.

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