Mehrheit oder Minderheit

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Der eingefleischte Aktivist kennt diese Menschen nur zu gut, die sich ständig über die derzeitigen Probleme hier im Land beschweren, aber zu feige sind selbst etwas dagegen zu tun. Denn schließlich gehen einem Wörter nun mal leichter von der Zunge als die Planung oder Durchführung von Taten – beispielsweise einer Kundgebung.

Vielleicht ist die Planung und Durchführung einer Kundgebung für den Anfang zu kompliziert – wir wollen schließlich fair bleiben. Doch auch das einfache Verteilen von Flugblätter an Haushalte oder Passanten ist für diese Schwätzer nicht möglich.

Denn vielleicht trifft man ja seinen Arbeitskollegen oder noch schlimmer den Nachbarn, und außerdem bringt das alles doch nichts, da die Politiker da oben doch eh machen was sie wollen.

Richtig das machen sie auch!

Schließlich lassen wir das ja auch zu, ohne uns aktiv dagegen zu wehren.

Man kann mittlerweile sagen, dass der Durchschnittsdeutsche zu faul oder zu bequem und zu egoistisch geworden ist. Er schafft es noch nicht einmal sich von seinem Fernsehsessel zu erheben, um den ersten Schritt in Richtung Veränderung zu gehen.

Doch brauchen wir wirklich die Masse an Personen, um etwas zu ändern?
Müssen wir wirklich jedem notorischen Nörgler oder jedem noch so asozialen Element den Zutritt zu unseren Reihen verschaffen, um so auf eine größere Anzahl von Personen anzuwachsen?

Die einfache Antwort ist: Nein!

Die Mehrheit hat noch nie etwas bewegt. Es war immer nur eine Minderheit, die sich dem Kampf gestellt hat. Natürlich wird sich nach dem erhofften Durchbruch die Mehrheit der Mindheit anschließen, um dazu zu gehören, obwohl sie nie etwas dafür gemacht hat.

Doch die ersten Schritte Richtung Zukunft muss die Minderheit ganz alleine gehen.

Was bedeutet das für den einzelnen denkenden Aktivisten?

Der wirkliche Aktivist, der sich unter anderem durch Disziplin, Opferbereitschaft und Loyalität auszeichnet, muss seinen Körper und Geist auf Hochform bringen. Das bedeutet, dass er seinen Körper durch Sport trainiert und seinen Geist mit weltanschaulichem füttert. Zu beachten sei dabei aber, dass die Entwicklung des Geistes immer im Vordergrund steht, da der heutige Kampf nicht mit Waffengewalt, sondern mit geistigen Fähigkeiten ausgetragen wird.

Als Bestätigung der angeführten Problematik soll ein Zitat von Friedrich von Schiller nochmals die grundsätzliche Aussage unterstreichen:

„Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn.
Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.“

 

Bildquelle: S.Hofschlaeger| pixelio.de

 

 

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