Muslimische Morddrohungen gegen Hürther Dreigestirn

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Eigentlich wollte das Hürther Karnevals-Dreigestirn nur alles richtig machen. Wie im letzten Gutmenschen-Seminar gelernt, nutzte man die mediale Aufmerksamkeit, um „Willkommenskultur“ zu zeigen und ein Zeichen für Integration zu setzen. Doch darauf folgten Morddrohungen von Muslimen und ein nun eher eingeschüchtertes Dreigestirn.

Der Anlass, der für Empörung bei Muslimen sorgte, ist wieder einmal völlig banal. Es geht um ein Foto, das vor der Gebetsnische der Hürther Moschee aufgenommen wurde. Prinz Patrick I, mit bürgerlichem Namen Patrick Ophoven, erklärte die Aktion vor den Drohungen so: „Die Moschee gehört zu Alt-Hürth wie der Brunnen, der Löhrerhof oder die Kirche. Wir wollen alle integrieren. Wir wollten ein Dreigestirn für alle sein und ein Zeichen setzen. Und weil wir in Hürth eine große türkische Gemeinde haben, dachten wir: Unsere Moschee wäre Integrationsaspekt und tolles Fotomotiv zugleich.“

Natürlich ist die Aussage, dass die Moschee zu Alt-Hürth gehören würde wie Löhrerhof und Kirche vollkommen unrichtig. Aber es ist eben nun mal heutzutage politisch korrekt, so zu tun, als würde es schon seit Jahrhunderten eine große türkische Gemeinde in Deutschland geben. Tatsächlich ist der Löhrerhof fast 200 Jahre alt, die Kirche wurde sogar schon im 13. Jahrhundert erwähnt und 1695 nach Zerstörungen neu erbaut. Die Moschee wurde hingegen 2004 eingeweiht.

Wie man sieht scheute man also auch vor geschichtlichen Verdrehungen nicht zurück, um den Muslimen möglichst weit entgegenzukommen. So organisierte man, über den Hürther Bürgermeister Walther Boecker (SPD), einen Termin in der Moschee. Dabei entstand das Foto vor der Gebetsnische. Obwohl man, um keine religiösen Gefühle zu verletzen, einen Teppich unterlegte, damit man nicht mit einem Gebetsteppich in Berührung kommt, sorgt dieses Foto nun für große Aufregung.

Moschee-Vorstand Seref Turna erhielt laut eigenen Aussagen wütende Anrufe aus ganz Deutschland und aus dem Ausland, der Karnevals-Prinz erstattete Anzeige bei der Polizei, weil er per E-Mail sogar Morddrohungen erhalten hatte. Daraufhin behauptete die Gemeinde, dass die Karnevalisten ihnen „eine Falle“ gestellt hätten. Nach dem ersten, abgesprochenen Besuch, bei dem sie „eine begrenzte Fotoerlaubnis“ hatten, seien sie erneut wiedergekommen und hätten das Foto aufgenommen.

Die Karnevalisten bestreiten diese Darstellung, wobei sie auch relativ glaubwürdig sind, da sie sich offensichtlich sehr viel Mühe gaben die Aktion in Absprache mit und zugunsten der Moscheegemeinde durchzuführen. Doch letztendlich hilft alles Entgegenkommen mal wieder nichts. Die Muslime sind empört und das Dreigestirn wohl vollkommen verwirrt, weil sie wohl immer noch nicht genug „Willkommenskultur“ an den Tag gelegt haben. Hier prallen Kulturen aufeinander, die eben oft nicht miteinander in Einklang zu bringen sind, wobei viele Muslime in Deutschland und Europa daran auch keinerlei Interesse zeigen.

Die Muslime gaben sich danach natürlich wieder alle Mühe den Karnevalisten die volle Schuld zuzuschieben. Der türkischstämmige Journalist Ayhan Demirici beklagte die Verletzung religiöser Gefühle und meinte: „Kein Dreigestirn käme auf die Idee, gleiches an einem Kirchenaltar zu machen.“. Tatsächlich gibt es übrigens jedes Jahr einen Einzug der Jecken in den Kölner Dom. Dabei werden selbstverständlich auch viele Fotos geschossen, Kardinal Meisner wurden auch in diesem Jahr dabei Geschenke übergeben. Unter anderem zog er sich auch während der Predigt eine Karnevalsmütze der blauen Funken an. Von christlichen Morddrohungen gegen das Kölner Dreigestirn hörte man danach aber nichts.

Bildquelle: Bernd Kasper | pixelio.de

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