Pulheim: Mehrere Massenunterkünfte vom Rat beschlossen

Asylflut stoppen

In letzter Zeit haben wir regelmäßig von Planungen der Stadt zur Unterbringung von Asylbewerbern berichtet, wobei durchgehend die Rede von mehreren Massenunterkünften war. Inzwischen hat der Rat den entsprechenden Plänen zugestimmt. In diesem Artikel geben wir eine aktuelle Übersicht.

Stommeln

So steht inzwischen fest, dass vom Erzbistum Köln bis zum 30. Juni 2018 die drei ehemaligen Internatsgebäude auf dem Gelände der Papst-Johannes-XXIII-Gesamtschule in Stommeln angemietet werden, wo dann 300 Asylbewerber untergebracht werden sollen. Die dafür nötigen Umbauarbeiten sollen laut Angaben der Stadt Kosten in Höhe von 990.000 € verursachen. Im Juli 2016 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und die ersten Asylanten einziehen.

Als würde diese Massenunterkunft für 300 Personen nicht ausreichen, mietet die Stadt in Stommeln ein Mehrfamilienhaus mit 500 Quadratmetern Wohnfläche an, um dort weitere 50 Asylanten unterzubringen. Dass die Stadt nicht damit rechnet, dass die angeblichen „Flüchtlinge“ jemals wieder zurückkehren, zeigt sich daran, dass der Mietvertrag bis zum 30. April 2021 läuft. Die genaue Adresse und die Kosten der ebenfalls notwendigen Sanierungsarbeiten verschweigt die Stadt in ihrer Mitteilung.

Auf dem Gelände der Christinaschule stehen bereits Sanitär- und Wohncontainer, in denen bis zu 20 Flüchtlinge untergebracht werden können, diese werden aber wohl aufgestockt, wonach dann 47 Asylbewerber dort unterkommen könnten.

Brauweiler

Ebenfalls beschlossen wurde, trotz der Proteste der Anwohner, die Massenunterkunft auf dem Schützenplatz in Brauweiler (Ortsausgang Bernhardtstraße). Hier sollen nach Abschluss der Bauarbeiten 130 Asylbewerber untergebracht werden.

Pulheim-Mitte

In Pulheim-Mitte wird es ebenfalls mehrere große Unterkünfte geben. So wird momentan das alte Hallenbad umgebaut, um dort 100 Personen unterzubringen. Direkt daneben wird auf der Wiese eine Containeranlage errichtet, wo 130 Asylbewerber einziehen sollen. Das alte Hallenbad soll dabei ab Mitte Mai und die Containeranlage ab Mitte Juni belegt werden.

Auch auf der Fläche neben dem PSC-Kraftwerk („Zirkusplatz“) soll eine Containeranlage für 280 Asylbewerber gebaut werden.

Sinnersdorf

In der Siegstraße und im Willi-Schumacher-Weg in Sinnersdorf besitzt die Stadt ein Grundstück von ca. 3.500 Quadratmetern. Hier sollen durch die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Rhein-Erft (GWG) weitere Unterkünfte errichtet werden, wobei noch keine konkreten Planungen zu Größe und Kosten bekanntgegeben wurden.

Dansweiler

In Dansweiler wird ein Mehrfamilienhaus mit 514 Quadratmetern Wohnfläche angemietet. Da es sich um einen Neubau handelt, bei dem die Bauarbeiten in Kürze abgeschlossen sind, ist mit einem schnellen Einzug der Asylanten zu rechen. Dort sollen 50 Personen untergebracht werden.

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