Pulheim: PRIMUS-Schule gescheitert

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Nachdem Anfang des Jahres bereits die Einführung einer Sekundarschule in Pulheim aufgrund zu geringer Anmeldezahlen gescheitert war, ist nun auch die geplante PRIMUS-Schule aus dem gleichen Grund vom Tisch. Statt den benötigten 75 Anmeldungen kamen nur 48 zusammen, womit die Eltern der neuen Schulform eine klare Absage erteilten.

Die, von allen momentan im Stadtrat vertretenen Parteien vorangetriebene, sogenannte „Umgestaltung“ der Pulheimer Bildungslandschaft, wurde damit vorerst aufgehalten. Konkret wurde somit von den Eltern ein klares Zeichen für das mehrgliedrige Schulsystem gesetzt, dessen Abschaffung am Ende der „Umgestaltung“ gestanden hätte.
Denn obwohl immer wieder behauptet wird, dass PRIMUS- und Sekundarschule reine Ergänzungen zum bisherigen Schulsystem seien, wird öfter auch ganz offen geäußert, dass man dadurch sowohl Haupt-, als auch Realschulen mittelfristig ersetzen möchte; die Gymnasien würden wohl erst später folgen, da dort mit noch größerem Widerstand gerechnet wird.

Dabei stehen die Pulheimer Eltern keineswegs alleine bei der Ablehnung dieser Schulformen da. So scheiterten beispielsweise auch in Oberhausen und Herdecke die geplanten PRIMUS-Schulen an zu geringen Anmeldezahlen, in anderen Städten steht der Anmeldezeitraum noch bevor. Somit konnte sich diese Schulform bisher an keinem der sechs geplanten Standorte durchsetzen, was deutlich zeigt, dass die angeblich große Nachfrage nach einer solchen alternativen Schulform nicht besteht.

Doch die Politiker lassen sich vom klar geäußerten Elternwillen nicht von ihren Plänen abbringen. So würde der Pulheimer SPD-Fraktionschef Dierk Timm „es begrüßen, wenn man im nächsten Jahr noch mal einen zweiten Anlauf wagen würde.“
Auch CDU-Fraktionschef Werner Theisen ist diesem Plan nicht abgeneigt. Seiner Meinung nach „muss aber intensiv diskutiert werden, wo und wie wir diese Schule noch einmal anbieten können.“
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Martin Wortmann meint, dass es trotz des klaren Ergebnisses „Bedarf an einer Primusschule gibt“.
Auch Birgit Liste-Partsch, die Fraktionsvorsitzende des Bürgervereins, äußerte, dass sie die Einführung der PRIMUS-Schule auf jeden Fall „begrüßt“ hätte.
Auch „die Pulheimer Grünen bedauern, dass die Modellschule PRIMUS aufgrund einer zu geringen Zahl von Anmeldungen nicht eingerichtet wird.“

Gerade die Idee eines erneuten Anlaufs im nächsten Jahr und dann wohl solange bis es eben klappt, ist eine grobe Missachtung des Elternwillens. Schon bis zu diesem Zeitpunkt wurde viel zu viel Geld in eine nicht gewollte „Umgestaltung“ der Bildungslandschaft gesteckt, das man sehr viel besser angelegt hätte, wenn man es in die bestehenden und akzeptieren Schulen gesteckt hätte.

Anstatt also weiter Geld zu verschwenden, um die eigenen Ideen gegen die Eltern durchzusetzen, sollte man nun endlich das Ergebnis akzeptieren und das Geld sinnvoll verwenden!

DIE RECHTE ist die einzige Partei, die sich von Anfang an klar gegen die PRIMUS-Schule gestellt hat. Sowohl mit Flugblattverteilungen vor den Informationsveranstaltungen zur geplanten Schule im Mai, als auch durch Verteilungen während des Anmeldezeitraums, machten wir die Eltern auf die Nachteile dieser Schule aufmerksam.

Wir sind froh, dass das Projekt nun gescheitert ist und werden auch weiterhin als einzige Partei in Pulheim klar hinter dem Elternwillen stehen!

Vorherige Artikel zum Thema:
30.05.2013 | Pulheim: Flugblattverteilung gegen die Reformschule
09.10.2013 | Pulheim: Kommt die PRIMUS-Schule?

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