Razzia gegen italienische Mafia in NRW

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Heute durchsuchte die Polizei in 15 nordrhein-westfälischen Städten Privatwohnungen und Geschäftsräume italienischer Baufirmen. Dabei schlugen sie auch in Pulheim (Rhein-Erft-Kreis) zu.

Die verdächtigten Italiener sollen der italienischen Mafia angehören und über Jahre hinweg über verschiedene Firmen Schwarzarbeiter beschäftigt, Steuern hinterzogen und Geldwäsche betrieben haben. Besonders dreist ist, dass sie durch gefälschte Unterlagen ihre Schwarzarbeiter sogar bei den Sozialversicherungsträgern anmelden konnten, so dass sie ohne Beitragszahlungen trotzdem ein Anrecht auf Sozialleistungen, wie Krankenversicherung und Arbeitslosengeld hatten.

Die Geschäfte sollen von einem 39-jährigen Sizilianer aus einer italienischen Gaststätte in Köln heraus geleitet worden sein. Der Gesamtschaden für die nun angeklagten Straftaten liegt bei mehr als 30 Millionen Euro.

Deutschland, insbesondere auch Nordrhein-Westfalen, gilt seit Jahrzehnten als sicherer Rückzugsort für die italienische Mafia, inzwischen ist es auch zu einem wichtigen Aktionsraum geworden. Die lasche Handlungsweise der deutschen Behörden gegenüber ausländischen Kriminellen ist inzwischen weltweit bekannt, seltene Razzien und niedrige Haftstrafen ziehen sie an.

Die etablierte Politik hat an der Bekämpfung von ausländischen Kriminellen offensichtlich keinerlei Interesse. Als Roberto Scarpinato, der oberste Mafiajäger aus Palermo, vor etwas mehr als einem Jahr einen Vortrag in Deutschland hielt, um Ratschläge zu geben, wie man effektiver gegen die Mafia vorgehen kann, waren zwar viele Politiker eingeladen worden, es erschien aber kein Einziger.

Die etablierte Politik spricht gerne von Zivilcourage, also Mut, wenn sie sich dafür einsetzt der nationalen Opposition ihre Grundrechte, wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, vorzuenthalten. Es ist nun tatsächlich aber nicht wirklich Mut dafür erforderlich gemeinsam mit den Medien, allen anderen etablierten Politikern und vielen erfolgreich umerzogenen Bürgern auf eine politische Oppositionsgruppe einzuschlagen. Da wo hingegen wirklicher Mut gefordert wäre, nämlich im Kampf gegen kriminelle Ausländer, ist nichts von ihnen zu sehen.

Bildquelle: Arno Bachert | pixelio.de

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