REK: SPD wirft Unternehmen mangelndes Interesse an Asylbewerbern vor

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Die Rhein-Erft SPD wirft Unternehmen in einer Pressemitteilung mangelndes Interesse an der Beschäftigung von Asylbewerbern vor. So meint SPD-Kreistagsmitglied Bernd Bohlen: „Das Bild ist erschreckend„. Es gäbe zwar einzelne Ansätze, „es fehlt allerdings an Schwung und echtem Interesse an dem Thema„.

Laut seinem Fraktionskollegen Klaus Lennartz verpassen die Unternehmen dadurch eine „große Chance„. Um ihnen das bewusst zu machen, bringt nun die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter das neuste Propagandaprojekt „Wegweiser zur Integration von Flüchtlingen“ auf den Weg. Laut der SPD Kreistagsmitglieder kann der fehlende Enthusiasmus natürlich nur daran liegen, dass offenbar „Informationen zu den Chancen und Möglichkeiten, die sich Unternehmen durch die Integration von Flüchtlingen bieten“ fehlen, weshalb man sie nun noch einmal „aktiv ermuntern“ möchte ihre Einstellung zu ändern.

Tatsächlich wird alle Propaganda da wohl nichts nützen, da es sich Unternehmen nunmal nicht leisten können sich, so wie die SPD, an politischen Wunschvorstellungen zu orientieren. Stattdessen spielen wirtschaftliche Überlegungen die maßgebliche Rolle und da haben Asylbewerber, abseits der verbreiteten Propagandabilder, nicht viel zu bieten.

Laut Aussagen von Frank-Jürgen Weise, der das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) leitet, sind nur 10-15% der Asylbewerber gut qualifiziert. 85-90% sind es dementsprechend also nicht, darunter befinden sich auch viele Analphabeten. Doch selbst bei jenen, die Qualifikationen aufweisen, sind diese nicht mit deutschen Maßstäben zu vergleichen. Laut einer in Chemnitz durchgeführten Studie wiesen Asylbewerber mit Universitätsstudium in mathematischen und figuralen Aufgaben einen Durchschnitts-IQ von 93 auf, was dem Fähigkeitsniveau von einheimischen Realschülern entspricht.

Ludger Wößmann, vom Münchener Ifo-Institut, sagte in der ZEIT: „Vom Lernstoff her hinken syrische Achtklässler fünf Schuljahre hinter gleichaltrigen deutschen Schülern hinterher.“ In allen anderen Hauptherkunftsländern ergibt sich das gleiche oder sogar ein noch schlechteres Bild.

Während also selbst jene, die als qualifiziert eingestuft werden, den normalen Ansprüchen hierzulande weit hinterhinken, sieht es auch mit der Motivation nicht besser aus. Laut der Handwerkskammer München und Oberbayern brechen rund 70 Prozent der Asylbewerber Ausbildungen wieder ab.

Mangelnde Qualifikation, mangelnde Motivation und dazu meist kaum vorhande Deutschkenntnisse, wer kann es da den Betrieben verdenken, dass sie nicht begeistert sind?

Da verwundert es kaum, dass beispielsweise in Dortmund ebenfalls bisher nur 10 von 2200 Asylbewerbern, die am Spezialprogramm „Integration Point“ teilnahmen, in Arbeit vermittelt werden konnten. Beeindruckende 0,45% bzw. eben 99,55%, die nicht vermittelt werden konnten. Dass dies tatsächlich an den Asylbewerbern selbst liegt und nicht etwa an den Zuständen in Deutschland, zeigt das Beispiel Schwedens, das immer wieder als Vorzeigeland in der Asylpolitik dargestellt wurde, unter anderem, weil es Asylbewerbern dort schneller möglich war eine Arbeit aufzunehmen, wenn sie denn wollten. Dort konnten 494 von 163.000 Asylbewerbern in Arbeit vermittelt werden, also rund 0,3%.

Schweden zieht inzwischen Konsequenzen aus der vollkommen gescheiterten Asylpolitik und hat diese radikal geändert. Deutschland weigert sich immer noch nachzuziehen. Stattdessen suchen die etablierten Parteien immer noch das Problem bei den Deutschen, wie es die SPD hier wieder vorgemacht hat. Mit der Realität hat das mal wieder nicht viel zu tun.

Bildquelle: Matthias Bozek | pixelio.de

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