REK: Trickdiebe weiterhin auf Beutetour

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Zu den vielen Maßnahmen der EU, welche die ausländische Kriminalität in Deutschland befördert haben, gehörte auch die EU-Osterweiterung. Gerade die Aufnahme von Rumänien und Bulgarien und die uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 2014, führte dazu, dass viele Fremde nach Deutschland strömten, die keinerlei Interesse daran hatten hier zu arbeiten, sondern Deutschland lediglich als Beuteland ansahen. Gerade aus diesen beiden Ländern kamen auch viele Zigeuner, die einen bedeutenden Anteil der sogenannten Trickbetrüger darstellen; ein Problem das inzwischen massiv ist, aber kaum eingedämmt wird. Es trifft hauptsächlich ältere Menschen.

Auch momentan warnt die Polizei wieder vor diesen dreist vorgehenden Tätern und berichtet dabei von fünf Fällen aus Bedburg, Bergheim, Erftstadt und Pulheim.

So sprachen zwei Frauen auf der Köln-Aachener-Straße in Bergheim eine 79-Jährige an und fragten sie nach dem Weg. Daraufhin stiegen sie schnell wieder in ein Auto ein und fuhren davon, bevor der Frau auffiel, dass ihr ihre wertvolle Halskette gestohlen worden war. Die Frauen waren kräftig und trugen Kopftücher.

In Bedburg gab sich ein Mann als Mitarbeiter des Wasserwerks aus und gelangte so in die Wohnung einer 64-Jährigen. Dort stahl er eine Handtasche mit Geld, diversen Personalpapieren und Geldkarten.

Ebenfalls in Bedburg drang eine Frau unter einem Vorwand in die Wohnung einer 92-Jährigen ein. Sie lenkte sie ab und schaffte es Bargeld zu stehlen.

In Erftstadt verschaffte sich eine Frau unter einem Vorwand Zugang zur Wohnung eines älteren Ehepaars (78 und 82 Jahre alt). Die Ablenkung nutzte ein Mann, um ebenfalls in die Wohnung einzudringen und Geld zu stehlen. Die Geschädigten beschrieben die Frau als 25 Jahre alt und 160 Zentimeter groß. Sie hatte schwarze, wellige, zum Zopf zusammengebundene Haare und gebräunte Haut. Die Unbekannte trug ein graues Oberteil und war schwanger. Ihr Begleiter war 25 bis 30 Jahre alt und 170 Zentimeter groß. Er hatte kurze, schwarze Haare und trug schwarze Kleidung.

In Pulheim ließ ein 86-Jähriger ebenfalls einen Fremden in die Wohnung, der um ein Glas Wasser gebeten hatte. In einem unbeobachteten Moment stahl er Bargeld. Der Geschädigte beschrieb den Täter als 30-40 Jahre alt und 170 Zentimeter groß. Er hatte kurzes Haar.

Die Polizei gibt bei solchen Vorfällen einige Präventionshinweise:

Trickdiebe an der Haustür: Für Trickdiebinnen und Trickdiebe gibt es oft nur ein einziges ernsthaftes Hindernis, das sie überwinden müssen, um zum Erfolg zu kommen:
Die geschlossene Wohnungstür!

Sie wollen eingelassen werden und brauchen in der Wohnung keine Zeugen und keine Hilfe für das Opfer zu befürchten.

Damit Sie den Trickdieben nicht auf den Leim gehen, sollten besonders ältere Menschen zum Schutz vor Trickdieben folgende Ratschläge der Polizei unbedingt beherzigen:
– Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
– Bei unbekannten Besuchern: Nachbarn hinzuziehen oder Besucher zu
einem späterem Termin bestellen, wenn eine Vertrauensperson
anwesend ist.
– Vor dem Öffnen durch den „Türspion“ oder aus dem Fenster gucken!
– Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort!
– Legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an!
– Rufen Sie beim geringsten Zweifel den Notruf der Polizei 110 an.

Trickdiebe auf der Straße:
Vermeiden Sie Körperkontakt. Lehnen Sie bei einem „schlechten Bauchgefühl“ auch eine freundliche Frage nach dem Weg oder einem „Geldwechseln“ ab.
Diebe wollen nur Ihr Geld, um daran zu kommen wird in allen Facetten gelogen!
Hinweis für Zeugen:
Wenn Sie im Umfeld von älteren oder unsicheren Personen verdächtige (aufs Bauchgefühl achten), fremde Personen erkennen, rufen Sie den Notruf 110 an und leisten somit einen Beitrag zum Schutz vor Trickdieben. Auch der laute Hinweis: „Kann ich Ihnen etwa behilflich sein?“ könnte die Täter motivieren zu fliehen oder potentiellen Opfer zum Nachdenken anregen.

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03.02.2016 – REK: Trickdiebe weiter im Kreis unterwegs
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Bildquelle: Arno Bachert | pixelio.de

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