SPD würde gegen Betreuungsgeld klagen

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Während sich die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP noch darum streitet, ob sie das Betreuungsgeld überhaupt einführen wollen, kündigt die SPD bereits an gegen eine eventuelle Einführung klagen zu wollen. Eine wirkliche Grundlage für diese Klage können sie zwar nicht nennen, doch es wird wohl darauf spekuliert, dass eine Klage die Einführung bis zu den nächsten Bundestagswahlen 2013 verzögern könnte, um es dann mit neuen Mehrheiten verhindern zu können. Gegen was stellt sich die SPD da so vehement?

Beim Betreuungsgeld geht es darum, dass Eltern von Kleinkindern monatlich Geld dafür erhalten, dass sie ihre Kinder Zuhause betreuen und sie nicht in eine staatliche Krippe geben. Zunächst sollen ab 2013 Eltern von Kindern im zweiten Lebensjahr je 100 Euro im Monat erhalten, ab 2014 soll es dann auch auf Kinder im dritten Lebensjahr ausgeweitet werden, dann würde der Betrag für alle auf 150 Euro im Monat steigen. Der vernünftige Gedanken daran ist die Erziehungsleistung der Eltern anzuerkennen und ihnen eine echte Wahlmöglichkeit zu schaffen.

Die SPD würde es hingegen vorziehen die Kinder so schnell wie möglich ihren Eltern zu entreißen, um sie, ganz nach DDR-Vorbild, in staatlichen Krippen indoktrinieren zu können und beide Elternteile für den Arbeitsmarkt verfügbar zu machen. Ihre vorgeblich rationalen Argumente dafür überstehen eine genaue Betrachtung kaum, weshalb wir hier einiges aufklären wollen.

Argument 1: Das Betreuungsgeld verhindert die optimale Förderung von Kindern, da diese nur in staatlichen Einrichtungen gewährleistet werden kann.

Diese Aussage ist geradezu eine Beleidigung aller Eltern, denen allgemein unterstellt wird, dass eine staatliche Erzieherin, die sich um eine ganze Gruppe von Kindern kümmern muss, zu denen sie zunächst keinerlei persönliche Bindung hat, ihre Kinder besser fördern könnte, als sie selbst.

Dabei beweisen alle Studien zu diesem Thema, dass gerade in den ersten Lebensjahren die Bindung zwischen Kind und Eltern, am Anfang in noch größerem Maße zwischen Kind und Mutter, besonders wichtig ist und die Bildung/Förderung überhaupt erst auf dieser Bindung aufbaut.

Ebenso haben Untersuchungen erwiesen, dass Kinder, die in Krippen erzogen werden, einen wesentlich höheren Stresspegel haben, was sich negativ auf ihre Entwicklung auswirken kann.

Grundsätzlich spricht also alles gegen die angeblich bessere Förderung in staatlichen Einrichtungen. Es ist wohl sinnvoller für die absolute Minderheit von Eltern, die ihre Kinder wirklich vernachlässigen, konkrete Lösungen zu finden, als alle Eltern in Sippenhaft zu nehmen.

Argument 2: Das Betreuungsgeld ist lediglich eine Aufmunterung für Arbeitslose Zuhause zu bleiben oder wird anderweitig von ihnen ausgenutzt.

Das Argument wird zwar oft angebracht, entbehrt aber jeder Grundlage. Da das Betreuungsgeld direkt auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird erhalten Arbeitslose keinen Cent mehr dadurch.

Abgesehen davon müssen Nutzer dieses Argument wohl eher eine schlechte Meinung von Arbeitslosen haben. Da kommt dann doch die Frage auf, ob sie ihre Kinder dann bald genau diesen Arbeitslosen anvertrauen wollen. Denn es stehen momentan überhaupt nicht genug Erzieher zur Verfügung, um den allgemeinen Krippenanspruch gewährleisten zu können. Viele Politiker wollen daher Arbeitslose umschulen, um sie dann diese Aufgabe übernehmen zu können.

Da Studien ergeben haben, dass Krippen der Entwicklung von Kindern meist sogar bei optimalen Voraussetzungen schaden, sollte man sich doch die Frage stellen, ob sie dies nicht noch mehr tun, wenn eine Schar von halbherzig auf die Schnelle umgeschulten Arbeitslosen dort die Beaufsichtigung übernimmt, statt ordentlich ausgebildeter Pädagogen.

Argument 3: Das Betreuungsgeld ist zu teuer.

Das ist ein Eigentor der Krippenbefürworter, da die Erziehung in der Krippe wesentlich teurer ist. Während das Betreuungsgeld jährlich 1.800 Euro pro Kind kosten würde, kostet die Betreuung in einer Krippe jährlich ungefähr 10.000 Euro! Dazu kommt, dass es momentan weder genug Krippen noch genug Erzieher gibt, womit noch größere Kosten für Neubau und Ausbildung auf den Staat zukommen würden. Die Wahrheit ist also viel mehr: Es ist eindeutig zu teuer Kinder in der Krippe zu betreuen, gerade weil diese Betreuungsart auch ansonsten keine Vorteile für das Kind bietet.

Argument 4: Der Staat greift mit dem Betreuungsgeld in die Wahlfreiheit der Familien ein.

Das ist wohl das heuchlerischste Argument, da das Betreuungsgeld überhaupt erst für eine gewisse Wahlfreiheit sorgen würde. Seit Jahrzehnten werden Familien bewusst benachteiligt, ihre Bedeutung für die Gesellschaft und ihre Leistungen in der Erziehung bewusst nicht anerkannt. Die demographische Katastrophe, die momentan auf uns zukommt, hat sich genau daraus entwickelt, dass man jede abnormale Verbindung einer natürlichen, stabilen Familie vorzieht und Kinder nur noch als etwas Negatives ansieht, das Geld kostet und Eltern vom Arbeiten abhält, anstatt sie als das zu sehen was sie sind: Unsere Zukunft!

Die wilden Experimente auf Kosten unserer Kinder müssen endlich aufhören, nicht nur in den frühen Lebensjahren, sondern ebenso in den späteren, wo gerade in der Bildungspolitik inzwischen mehr auf verblendete ideologische Experimente gesetzt wird, als auf bewährte Methoden. Mit den uns beherrschenden Verblendeten ist keine Zukunft zu machen. Wir haben die Wahl, ob wir uns weiter von ihnen in den Untergang führen lassen oder uns endlich besinnen und ihren Experimenten ein Ende machen!

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