Ausflug zum Bergpark Wilhelmshöhe + Soli-Aktion für Ursula Haverbeck

Den gestrigen Feiertag nutzten Aktivisten aus der Region für einen gemeinschaftlichen kulturellen Ausflug, den man direkt mit einer Solidaritätsaktion für die, einzig aufgrund von Meinungsäußerungen, derzeit inhaftierte Ursula Haverbeck verband. Nach einer längeren Fahrt, die uns unter anderem an der Wewelsburg vorbeiführte, welche wir bereits in der Vergangenheit gemeinsam besucht haben, erreichten wir das Ziel der Reise: Den Bergpark Wilhelmshöhe.

Dabei handelt es sich um den größten Bergpark in Europa, der 2013 als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Neben einer wunderschönen Landschaft findet man dort unter anderem Wasserspiele, den Herkules, das Schloss Wilhelmshöhe und die künstliche Ruine Löwenburg.

Über dem Bergpark thront der Herkules, das Wahrzeichen von Kassel. Insgesamt 70,5 Meter hoch, wird er gekrönt von einer Statue des Halbgottes Herkules, aus der griechischen Mythologie, die beinahe 10 Meter groß ist. Ein wahres Kunstwerk, von dem sich manch ein moderner „Künstler“ eine Scheibe abschneiden könnte.

Durch den ganzen Park ziehen sich die Wasserspiele, inklusive Seen und Wasserfällen. Obwohl künstlich vor Jahrhunderten angelegt, funktionieren die Wasserspiele bis heute ohne technische Hilfsmittel, einzig durch das natürliche Gefälle. So bietet sich einem nicht nur ein Naturschauspiel, sondern man kann gleichzeitig den Erfindungsreichtum unserer Ahnen bestaunen.

Einer der Höhepunkte der Wasserspiele – die große Fontäne – war dieses Mal noch etwas interessanter.


Das Ende des 18. Jahrhunderts in der heutigen Form errichtete klassizistische Schloss Wilhelmshöhe bietet einen weiteren architektonischen Höhepunkt des Besuches. Heutzutage wird es als Museum genutzt, das unter anderem die Antikensammlung und die Gemäldegalerie Alte Meister enthält.

Aufgrund des Feiertages gab es ein hohes Besucheraufkommen. Dies wurde genutzt, indem sich an allen Hauptattraktionen Aktivisten mit einem Banner positionierten, das Freiheit für Ursula Haverbeck forderte. Das sorgte für einige Aufmerksamkeit und Gespräche mit Besuchern, die durchgehend erstaunt und erschrocken darüber waren, dass in Deutschland eine 89-jährige Frau einzig für Meinungsäußerungen jahrelang ins Gefängnis gesperrt werden soll. An Interessierte konnten zudem mitgeführte Flugblätter verteilt werden.

Die Gemeinschaft untereinander konnte gestärkt werden, man entdeckte einen weiteren wunderschönen Teil Deutschlands und betätigte sich dabei noch politisch. Insgesamt ergab sich so ein rundum gelungener Ausflug.

 

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