Ausflug zum Panzermuseum Munster und zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Den vergangenen „Tag der deutschen Einheit“ am 3. Oktober nutzten Aktivisten unseres Kreisverbandes für einen gemeinschaftlichen Ausflug. Nachdem uns einer dieser regelmäßig unternommenen Ausflüge zuletzt zum Bergpark Wilhelmshöhe führte, besuchte man dieses Mal das Deutsche Panzermuseum Munster (DPM) und schaute sich auf dem Rückweg noch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica an.

Der Schwerpunkt des DPM liegt, wie der Name schon vermuten lässt, auf der Entwicklung der Panzertechnik vom Ersten Weltkrieg bis heute mit besonderem Blick auf die deutsche Panzertruppe. Geboten werden aber auch andere Fahrzeuge, Waffen, Uniformen, Ausrüstungsgegenstände und militärische Abzeichen. Abgerundet wird das Ganze durch umfangreiche Schautafeln mit Erklärungen.

Nachbau des bekannten Panzerkampfwagens VI „Tiger“
Der „Tiger“ ist sicherlich eines der beeindruckendsten Ausstellungsstücke
Informative Schautafeln runden das Bild ab

Die Ausstellung „Panzer gegen das Volk“ beschäftigt sich mit dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR. Damals standen bis zu 1,5 Millionen Deutsche gegen das kommunistische System auf, was zu einer schweren Staatskrise führte. Die DDR konnte sich nur erhalten, weil die Sowjetunion das Kriegsrecht ausrief und mit Soldaten und Panzern, darunter der auf dem obigen Foto zu sehende sowjetische T-34, wieder einmarschierte. Bei der brutalen Niederschlagung des Aufstandes starben am 17. Juni 34 Menschen, zudem kam es in der Folge zu weiteren Todesurteilen und Inhaftierungen, die einige Gefangene nicht überlebten. Wieder einmal hatte sich gezeigt, dass kommunistische Systeme sich nur durch Terror gegen die eigene Bevölkerung am Leben erhalten können.

Das Gelöbnis von Soldaten der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee (NVA) in der DDR. Zu sehen ist auch Ostdeutschland, das aktuell zu Polen und zu Russland gehört, weshalb die „Wiedervereinigung“ tatsächlich nur eine Teil-Wiedervereinigung war.
Nachbau des ersten in Serie gefertigten deutschen Panzers A7V (1. Weltkrieg). Die Panzer trugen Spitznamen, wie „Alter Fritz“, „Lotti“, „Faust“ oder, hier zu sehen, „Wotan“.
8,8-cm-FlaK. Die Flugabwehrgeschütze kamen im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz, insbesondere auch zur Abwehr der alliierten Terrorbombardements auf deutsche Städte, bei denen man gezielt die Zivilbevölkerung angriff.
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal thront über der Umgebung
Das Denkmal aus der Nahansicht

Auf dem Rückweg folgte ein Halt beim Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica. Das auf einem Berg gelegene Denkmal, mit einer Höhe von 88 Metern, bietet einen imposanten Anblick. Teil des Bauwerkes ist eine große Statue von Kaiser Wilhelm I., dem ersten Kaiser des zweiten Deutschen Reiches, das der deutschen Kleinstaaterei ein wohlverdientes Ende bereitete. Maßgeblicher Architekt des Reiches war Otto von Bismarck, der einst äußerte: „Wenn die Deutschen zusammenhalten, so schlagen sie den Teufel aus der Hölle“. Damit bildete der Besuch des Denkmals ein thematisch passendes und würdiges Ende für unseren Ausflug am „Tag der deutschen Einheit“.

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