Ausländerkriminalität im Kreis 03/2018: Razzia gegen „Osmanen Germania“, Räuber, Einbrecher, Autoaufbrecher

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen schießt inzwischen den Vogel ab, wenn es um Öffentlichkeitsarbeit geht. Wenn man sich die neue Kriminalstatistik ansieht, gibt es bald wohl offiziell überhaupt keine Straftaten mehr. Aber bei den wenigen, die noch zugegeben werden, sind Ausländer weiterhin deutlich überrepräsentiert. Hier eine kleine Auswahl der Ausländerkriminalität im Kreis aus der letzten Zeit.

Hürth: Razzia gegen „Osmanen Germania“

Am 13. Februar führte die Polizei eine koordinierte Aktion gegen die „Osmanen Germania“ durch. Dabei handelt es sich um eine türkisch-nationalistische Gruppe, die sich ähnlich einer Rockergruppe organisiert und regelmäßig durch Straftaten auffällt. Beamte durchsuchten mehr als 40 Wohnungen und Geschäftsräume in über 20 Städten Nordrhein-Westfalens, darunter auch Hürth. Zusätzlich kam es zu Durchsuchungen in Baden-Württemberg und Hessen.

Laut Polizeimeldungbesteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins gegen Strafgesetze verstoßen“, weshalb die „Osmanen Germania“ in Kürze wohl als kriminelle Vereinigung verboten werden sollen.

Weiter heißt es:

Der Verein „Osmanen Germania BC“ hat in Nordrhein-Westfalen rund 150 Mitglieder und gibt vor, sich als „Boxclub“ vor allem um Jugendliche zu kümmern. Tatsächlich kam es in der Vergangenheit wiederholt zu schweren Körperverletzungs- und versuchten Tötungsdelikten bei Auseinandersetzungen mit anderen Rockergruppen. […] „Osmanen Germania BC“ hat aktuell bundesweit rund 300 Mitglieder. Die meisten haben türkische Wurzeln.

Im Rahmen der Durchsuchungen wurden, neben zahlreichen Kutten, Datenträgern und Schriftstücken, auch Drogen und Waffen beschlagnahmt. Im Jahr 2016 gab es bereits eine größere Razzia gegen die „Osmanen Germania“, wobei auch eine Person in Kerpen festgenommen wurde. Das legt nahe, dass die Gruppe über gefestigte Strukturen im Rhein-Erft-Kreis verfügt.

Erftstadt: Raubüberfall auf Postfiliale

Am Freitag, den 23. März, sind fünf unbekannte Täter in eine Postfiliale in der Poststraße in Erftstadt eingedrungen und haben mehrere Personen überwältigt. Vier Männer verschafften sich zunächst gegen 18:10 Uhr Zugang zu dem Gebäude. Zwei der Tatverdächtigen überwältigten einen Wachmann, die beiden anderen gingen zu den Angestellten in einem weiteren Raum, bedrohten und überwältigten sie.

Bevor sie ihre Tat fortsetzen konnten, erschien der fünfte Tatverdächtige, der seine Komplizen zur Flucht aufforderte. Die Männer liefen aus dem Gebäude zu einem Parkplatz und entfernten sich ohne Beute mit einem schwarzen Auto der Marke Audi vom Tatort. Laut Zeugenangaben hatte das Auto vorne kein Kennzeichen. Das hintere Kennzeichen war umgeknickt, sodass Zahlen und Buchstaben nicht zu lesen waren.

Die Tatverdächtigen waren zwischen 27 und 34 Jahre alt und dunkel gekleidet. Untereinander sprachen sie Arabisch, zu den Geschädigten Deutsch. Einer der Täter hatte einen Vollbart und trug eine Maske. Ein Täter führte einen messerähnlichen Gegenstand mit sich.

Frechen: Einbrecher lenken Seniorin ab und stehlen Schmuck und Bargeld

Bereits am 17. Februar klingelte um 16:45 Uhr eine Frau an der Tür einer 78-Jährigen, die in einer Seniorenresidenz auf der Arnikastraße wohnt und verwickelte sie in ein längeres Gespräch an der Hauseingangstür. Gleichzeitig brachen ihre zwei Komplizen in die Wohnung ein. Als sie sich nach dem Gespräch wieder auf den Weg in ihre Wohnung machte, begegnete ihr noch das junge Paar im Hausflur. Erst am nächsten Morgen stellte die Rentnerin fest, dass ihr Schmuck und Bargeld gestohlen wurden. Die Unbekannten hatten die nur ins Schloss gefallene Wohnungstür während des Gesprächs an der Haustür geöffnet und die Wertsachen aus der Wohnung gestohlen.

Ausnahmsweise fahndet die Polizei nun frühzeitig mit Bildaufnahmen nach den Tätern. Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich bei den Personen auf den Bildern einer Überwachungskamera um die mutmaßlichen Einbrecher. Die Täterin, die die Geschädigte in das Gespräch verwickelte, war etwa 160 bis 165 Zentimeter groß und 20 bis 24 Jahre alt. Sie war von sehr schlanker Statur, hatte einen dunklen Teint und sprach akzentfreies Deutsch. Ihre schwarzen Haare waren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Es soll sich auf den Überwachungsbildern um die hell gekleidete, weibliche Person handeln.

Das Paar, welches der 78-Jährigen im Treppenhaus begegnete, war 160 bis 165 Zentimeter groß und von schlanker Statur. Bei der weiblichen Person des Paares ist auf den Überwachungsbildern ein auffällig blond gefärbter Pferdeschwanz zu erkennen. Die Fotos und die Beschreibung legen nahe, dass es sich um Zigeuner handelte.

Polizei warnt vor Autoaufbrechern und Angreifern am Geldautomaten

Laut Angaben der Polizei ist die Zahl der Autoaufbrüche im Rhein-Erft-Kreis stark gestiegen. „Besonders im Januar ist die Zahl der Diebstähle aus aufgebrochenen Autos signifikant gestiegen.“ äußerte ein Sprecher gegenüber der Lokalpresse. Dabei teilen sich die Täter in örtliche Gelegenheitsdiebe und organisierte ausländische Banden auf.

Der Sprecher weiter: „Fehlen nach einem Auto-Einbruch Zigaretten, mobile Navigationsgeräte oder Geldbörsen, kann man auf Gelegenheitsdiebe schließen. Bei größeren Gegenständen wie Lenkrädern, Airbags und festeingebauten Navis kommen eher Banden in Frage.

Die Banden kämen demnach hauptsächlich aus Osteuropa. Die Ermittlungen gestalten sich bei diesen meist schwierig, da sie oft nach den Taten wieder über die ungesicherten Grenzen ins Ausland fliehen und dort ihre Beute verkaufen.

Zudem warnt die Kölner Polizei aktuell vor einer neuen Masche von Trickbetrügern, zumeist aus Südosteuropa, die gezielt Bankkunden beim Geldabholen am Automaten bespucken und tätlich angreifen. Ist der Kunde dadurch abgelenkt, versucht ein weiterer Täter Geld abzuheben oder das soeben abgehobene Geld zu stehlen. Erfahrungsgemäß darf man sich darauf einstellen, dass diese Verhaltensweisen „ziehender Gauner“ nach kurzer Zeit von Köln aus auch auf den Rhein-Erft-Kreis überschwappen.

Bildquelle: Arno Bachert | pixelio.de

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