Beginn der Aktionswoche: Freiheit für Ursula Haverbeck

Vom 16. bis 24. Juni 2018 findet bundesweit eine dezentrale Aktionswoche statt, bei der viele Gruppen und Einzelpersonen Solidaritätsaktionen für die inhaftierte Ursula Haverbeck organisieren. Auch im Rhein-Erft-Kreis bringt man sich aktiv ein.

Die 89-jährige Ursula Haverbeck soll einzig für Meinungsäußerungen jahrelang weggesperrt werden. Aktuell ist sie, bereits seit über einem Monat, in der JVA Bielefeld-Brackwede inhaftiert. Damit steht sie symbolisch für tausende Menschen, die in Deutschland jährlich wegen Meinungsäußerungen bestraft werden.

Dabei sind diese Urteile klar politisch und völlig einseitig. Während man sich etwa bei deutlicher Kritik an der Ausländer- und Asylpolitik schnell vor dem Richter wiederfindet, laufen Linksextremisten ungehindert mit Bannern wie „Deutschland du mieses Stück Scheiße“ auf Demonstrationen herum. Der türkische Grünen-Politiker Malik Karabulut bezeichnete Deutsche gar als „Köter-Rasse und sprach von der „Schlampe mit dem Namen Deutschland“. Die Staatsanwaltschaft lehnte eine Anklageerhebung ab.

Selbst der ausländische Täter, der grundlos einen deutschen Familienvater in Bergisch Gladbach totschlug, nur um seine Freunde zu beeindrucken, wurde Anfang des Monats zu lediglich zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Während Frau Haverbeck für Jahre in Haft sitzt, obwohl sie niemandem etwas zuleide getan hat, läuft dieser Verbrecher grinsend frei aus dem Gerichtssaal und lässt die völlig verstörte Ex-Frau des Opfers und seine weinenden Kinder zurück.

Unabhängig davon, wie man zu den konkreten Aussagen von Ursula Haverbeck steht, ist das ein himmelschreiendes Unrecht, das in die Öffentlichkeit getragen werden muss. Wir fordern das Ende dieses Unrechts, endlich wieder wahre Meinungsfreiheit und eine Entlassung von Ursula Haverbeck aus der Haft!

Dementsprechend fanden bereits mehrere Flugblattaktionen in dieser Woche statt. Zusätzlich ließ man uns anonym einen weiteren Kurzbericht zu mehreren Aktionen im Rhein-Erft-Kreis zukommen. Wir distanzieren uns selbstverständlich von möglicherweise begangenen Ordnungswidrigkeiten, wollen aber auch diese Aktionen für unsere Leser dokumentieren.

Am Montag (18. Juni 2018) wurden in verschiedenen Städten des Rhein-Erft-Kreises spontane Mahnwachen durchgeführt, bei denen auch themenbezogene Flugblätter an Passanten verteilt wurden. Durch das mitgeführte Banner mit der Aufschrift „Freiheit für Ursula Haverbeck – Mit 89 Jahren in Gefangenschaft“ konnte eine große Aufmerksamkeit erzeugt werden und die Passanten nahmen gerne ein Flugblatt an, um sich näher zu informieren.

Dadurch ergab sich auch eine ganze Reihe von Gesprächen. Der absolute Großteil war zunächst überrascht und zeigte dann völliges Unverständnis dafür, dass in Deutschland Menschen jahrelang für ihre Meinung eingesperrt werden. Selbst Personen, die sich klar gegen die Aussagen von Frau Haverbeck positionierten, fanden die Inhaftierung meist völlig überzogen.

Allgemein konnte das Ziel der Aktionen, Aufmerksamkeit auf das Schicksal von Ursula Haverbeck zu lenken, erreicht werden.


Vor dem Pulheimer Kaufland waren die Aktivisten sehr präsent


Auch mitten in Bergheim gab es eine Aktion


An zentraler Stelle in Elsdorf


Vor dem Rathaus in Bedburg

Abgesehen davon fallen auch zunehmend Plakate im Kreis auf, die auf das Schicksal von Ursula Haverbeck hinweisen.


Nähere Informationen zum Hintergrund und den bundesweiten Aktionen lassen sich auf der Sonderseite unter freiheit-fuer-ursula.de finden.

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