Die Stadt Kerpen wirft Geld zum Fenster hinaus

Den meisten Bürgern unserer Stadt an der Erft ist nicht bewusst, dass unsere Kommune mit 136.000.000 Euro verschuldet ist. Dies bedeutet, dass auf jeden Kerpener Bürger 2.076 Euro entfallen. Auf unsere Kinder und Enkel wird auf vermessene Art und Weise eine Schuldenlast aufgehäuft, die kaum zu stemmen sein wird.

Nun sollte man meinen, dass der Bürgermeister  Dieter Spürck gemeinsam mit dem Stadtrat bemüht sein sollte, diese Schulden abzubauen. Was in einem Privathaushalt nicht möglich ist, nämlich regelmäßig mehr Geld auszugeben als eingenommen wird, ist dies bei der Stadtverwaltung gang und gäbe.

Die große Mehrheit hat einen Beschluss gefasst, mit dem der Haushalt saniert werden soll. Was im Mittelalter schon ein probates Mittel war, Ausgaben der Könige, Grafen und Burgherren zu ordnen, war Steuern und Zölle zu erhöhen. Ähnlich ist es in der Kolpingstadt Kerpen.

Bund und Länder wälzen allzu oft unliebsame Kosten auf die Kommunen ab. Die Kommunen wiederum schieben den Schwarzen Peter auf die Bürger – die sollen die Zeche zahlen. Da sich Kerpen weiterhin in einer schwierigen Haushaltssituation befindet, hat der Stadtrat jetzt eine deutliche Erhöhung der Grundsteuer beschlossen.

So wird die Grundsteuer A von 340 % auf 365 % und die Grundsteuer B von 620 % auf 720 % erhöht.

Dass es auch anders geht zeigt beispielsweise die schöne Stadt Wesel am Niederrhein. Dort beträgt die Grundsteuer A 265 %, die Grundsteuer B 448 %.

Laut erstellter Prognose des Vorsitzenden der CDU-Fraktion Klaus Ripp für das Jahr 2025 erwartet dieser eine weitere Erhöhung der Grundsteuer B auf etwa 1.200 %. Nun sollen Konzepte erarbeitet werden, wie sich dies verhindern ließe.

Zur Zeit (Stand 2021) sieht es jedenfalls so aus, dass der Kämmerer der Stadt Thomas Schaaf mit Einnahmen in Höhe von 211 Millionen Euro und Ausgaben von 225 Millionen Euro rechnet.

Da die Erhöhung der Grundsteuer sich auf Hauseigentümer und auch auf Mieter gleichermaßen niederschlägt, werden sich die Nebenkosten für Mieter um etwa 50,- Euro, die für Hauseigentümer um etwa 100,- bis 150,- Euro pro Jahr erhöhen.

Zukünftig sollen weitere Stellen in der Verwaltung der Stadt geschaffen werden. Es werden Bereiche neu erstellt, wie z. B. Verkehrsplanung, Fördermanagement, Baumanagement, Klimaanpassungsmanagement, Jugendamt und der Kita-Bereich. Auch die Schaffung preisgünstigen Wohnraums steht in der Planung.

Für die kommenden Jahre hat sich die Stadt erhebliche Investitionen im Schulbereich vorgenommen. So soll das Europa – Gymnasium mit Kosten von knapp 100 Millionen Euro gebaut werden. Weiterer Schulbau und/oder Sanierung ist für die Stadtteile Sindorf und Brüggen vorgesehen.

Wie fordern sofortige Sparmaßnahmen zugunsten der Bürger, sowie die Senkung der öffentlichen Abgaben, die letzten Endes nur den kleinen Mann belasten.

Es darf nicht mehr heißen, wo können wir noch Gelder hernehmen, sondern wo können wir im Sinne des Bürgers Geld einsparen!

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