Kerpen: Gebührenerhöhung wegen Schuldensituation

Um die Einsetzung eines „Sparkommissars“ durch die Bezirksregierung zu verhindern, möchte die Stadt Kerpen ihre Schuldensituation verbessern. Dafür erarbeitete die Beratungsfirma Rödl&Partner einige Vorschläge. In großer Eintracht wurde dabei von den Politikern beschlossen, dass man bei sich selbst keinerlei Einsparungen vornehmen möchte, sondern die zusätzlichen Lasten einzig den Bürgern aufbürden wird.

So wurden eine Einschränkung der Zuwendungen an die Fraktionen, eine Zusammenlegung von Ausschüssen und eine Reduzierung der Zahl der Ortsvorsteher nahezu einstimmig abgelehnt. Stattdessen möchte man besonders Autofahrer stärker zur Kasse bitten. Neben der Einführung zusätzlicher Parkgebühren, möchte man den fließenden Verkehr besser überwachen und Falschparker stärker kontrollieren. Bürgermeister Dieter Spürck denkt etwa an Parkgebühren rund um die Bahnhöfe in der Stadt, am Rathaus-Parkplatz oder an Schulen.

Die Reinigungsdienstleistungen in öffentlichen Gebäuden sollen zudem privatisiert und bei kulturellen Belangen eingespart werden. Das „Haus für Kunst und Geschichte“ soll verstärkt für Verwaltungszwecke genutzt, sowie das Personal für andere Aufgaben eingesetzt werden. Dadurch wird die Qualität der Ausstellungen dort sinken. Zusätzlich wird über die Einführung neuer Gebühren nachgedacht.

Bildquelle: GG-Berlin | pixelio.de

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