Mord verjährt nicht: Erfolgreicher Marsch durch Berlin thematisiert Schicksal von Rudolf Heß!

Berlin marschiert nach rechts“, titelt der RBB, während der maoistische „Jugendwiderstand“ von einer „faschistischen Parade im Herzen Berlins“ spricht: Die Demonstration „Mord verjährt nicht!“, mit welcher am Samstag (18. August 2018) anlässlich des 31. Jahrestages der mutmaßlichen Ermordung von Rudolf Heß durch britische Agenten Öffentlichkeit für das bis heute ungeahndete Verbrechen geschaffen werden sollte, war ein großer Erfolg. Das zeigt sich nicht nur in einem großen Presseecho, welches dazu beiträgt, das Thema auch drei Jahrzehnte nach dem 17. August 1987 auf die politische Tagesordnung zu setzen, sondern ebenso an einer Demonstrationsstrecke, die über viele Kilometer von dem (ehemals) linksalternativen Kiez Friedrichshain bis nach Lichtenberg zog und bei der lediglich am Rande Gegenproteste zu verzeichnen waren. Störungen, oder gar militante Angriffe, blieben die absolute Ausnahme, während die etwa 800 Nationalisten, die sich zur Demonstration einfanden und mehrheitlich in weiß gekleidet waren, dem besseren Deutschland ein Gesicht gaben.

Der Ort ist nichts, die politische Botschaft alles!

Im Vorfeld waren linke und bürgerliche Kreise davon ausgegangen, dass die diesjährige Demonstration erneut durch Berlin-Spandau verlaufen würde, wo sich das Kriegsverbrechergefängnis befand, in dem Rudolf Heß leblos aufgefunden wurde und das wenige Wochen nach dem Tod des letzten Gefangenen abgerissen wurde. Während im vergangenen Jahr ein Aufzug in Spandau nach wenigen hundert Metern von der Polizei unter fadenscheinigen Gründen blockiert wurde, hatte die Repressionsbehörde für die diesjährige Veranstaltung gleich die angemeldete Wegstrecke willkürlich verlegt und versucht, die Demonstration zu behindern. Die Quittung erhielt die Polizei schließlich am Versammlungstag selbst, als sich abzeichnete, dass erneut kein behördlicher Willen vorhanden ist, das Demonstrationsrecht durchzusetzen, so dass mehrere hundert Nationalisten spontan vom Alexanderplatz durch Berlin-Mitte zum „Platz der Vereinten Nationen“ zogen, an dem eine Alternativdemonstration auf einer vielfach längeren Wegstrecke angemeldet worden war. Während nahezu sämtliche, nationale Demonstranten flexibel reagierten und binnen einer Stunde nach Friedrichshain ummobilisiert werden konnten, tat sich der Gegenprotest schwer und verblieb größtenteils in Spandau, auch die Hoffnung, dass spontan im Umfeld des von Linken beanspruchten Straßenzuges „Rigaer Straße“, die nur wenige hundert Meter von der Aufzugstrecke entfernt war, noch kurzfristig Gegendemonstranten aktiviert werden können, schlug fehl. Letztendlich gelang es vielmehr, die ohnehin im freien Fall befindliche Antifa-Szene Berlins bloßzustellen und über Straßen, die zentraler kaum sein können und auf denen alleine zehntausende Anwohner erreicht wurden, zu demonstrieren. Dabei boten die Teilnehmer ein fast ausnahmslos ordentliches Bild und verdeutlichten, wofür sie angetreten waren: Um anzuklagen und dem herrschenden System, das seine Hand schützend über die Mörder von Rudolf Heß hält, die Stirn zu bieten.


Auch eine große Delegation aus dem Ruhrgebiet ging in Berlin auf die Straße

Nachdem im vergangenen Jahr – nach längerer Pause – anlässlich des 30. Todestages von Rudolf Heß mit einer großen Demonstration die jahrelange Schweigespirale durchbrochen werden konnte, sank zwar im Jahr 2018 die Teilnehmerzahl von ca. 1300-1500 auf etwa 800, was jedoch auch auf die Strapazen des Vorjahres zurückzuführen sein dürfte. Wenn die Demonstration auch 2019 durchgeführt wird, kann deshalb auch bei der Mobilisierung an den erfolgreichen Marsch angeknüpft werden. Der ein oder andere, dem der Weg nach Berlin zu weit gewesen ist oder dessen Motivation, erneut über Stunden in einem Kessel verharren zu müssen, gering gewesen ist, dürft sich im Nachgang ärgern, nicht mit dabei gewesen zu sein, als die nationale Bewegung von Friedrichshain nach Lichtenberg zog und eine Botschaft vermittelte, die (schon) wieder den Schweiß auf die Stirn der Lakaien dieses Systems treibt!


Natürlich waren auch Kameraden aus dem Rhein-Erft-Kreis vor Ort, weshalb wir diesen Artikel vom DortmundEcho übernommen haben. Anbei noch ein Video der Veranstaltung:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von YouTube nachzuladen.
Inhalt laden

PGlmcmFtZSBjbGFzcz0neW91dHViZS1wbGF5ZXInIHR5cGU9J3RleHQvaHRtbCcgd2lkdGg9Jzg0MCcgaGVpZ2h0PSc1MDMnIHNyYz0naHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS5jb20vZW1iZWQvQ0NiaVBLek5qN0U/dmVyc2lvbj0zJiMwMzg7cmVsPTEmIzAzODtmcz0xJiMwMzg7YXV0b2hpZGU9MiYjMDM4O3Nob3dzZWFyY2g9MCYjMDM4O3Nob3dpbmZvPTEmIzAzODtpdl9sb2FkX3BvbGljeT0xJiMwMzg7d21vZGU9dHJhbnNwYXJlbnQnIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj0ndHJ1ZScgc3R5bGU9J2JvcmRlcjowOyc+PC9pZnJhbWU+

Kommentar verfassen