NRW: 1,4 „flüchtlingsfeindliche Straftaten“ gegenüber mindestens 108 Straftaten durch „Flüchtlinge“ pro Tag

Die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ veröffentlichte vor kurzem eine dramatische Pressemitteilung: „Flüchtlingsfeindliche Straftaten erneut auf Rekordhoch“. Nach ihren Angaben gab es „jeden Tag zwei Vorfälle“, wobei die im Artikel angegebenen 499 Straftaten aufs Jahr gerechnet zwar in Wirklichkeit nur rund 1,4 Straftaten entsprechen, aber als fanatischer Überfremdungsbefürworter steht man in solchen Fällen auf aufrunden, um nicht aufbauschen zu sagen. Während dies für die Berater ein riesiges Problem darstellt, wird von den selben Personen die Kriminalität durch die angeblichen „Flüchtlinge“ heruntergespielt, wobei diese mit mindestens 108 Straftaten pro Tag wesentlich häufiger vorkam. Verdammt viele „Einzelfälle“ möchte man sagen.

Dabei muss man noch bedenken, dass selbst diese 499 Straftaten aufgebauscht sind. Wir hatten uns im Mai 2016 im Artikel „Angriffe auf Asylbewerber? Fehlanzeige!“ mit den insgesamt sieben für den Rhein-Erft-Kreis für den Zeitraum vom 1.1.2015-11.2.2016 gemeldeten Vorfällen näher beschäftigt. Bei näherer Betrachtung konnte man davon höchstens zwei als eher „rechte“ Straftaten einordnen. In einem Fall ging es um schimpfende Jugendliche, im anderen um rechte Graffiti, zu Schaden kam hingegen absolut niemand.

Es ist einfach unglaublich, dass die selben Personen, die solche Lappalien zu den schlimmsten, verabscheuungswürdigsten Straftaten erklären, gleichzeitig vollkommen über täglich mindestens 108 Straftaten von „Flüchtlingen“ in NRW hinwegsehen und jeden zum auszugrenzenden Rechtsextremisten erklären, der dazu nicht bereit ist. Auf diese Mindestzahl kommen wir übrigens durch die 39.435 Asylbewerber, die laut der Kriminalstatistik Nordrhein-Westfalens für das Jahr 2016 als Tatverdächtige erfasst wurden. Wenn man von der, äußerst unrealistischen, Annahme ausgeht, dass jeder davon nur eine einzige Straftat begangen hätte, wäre man bei 108 Straftaten pro Tag. Nicht nur angesichts der Notwendigkeit Wörter wie „Nafri“ für „nordafrikanischer Intensivtäter“ zum polizeilichen Wortschatz hinzuzufügen, kann man wohl davon ausgehen, dass in Wirklichkeit mehrere hundert Straftaten pro Tag durch vorgebliche „Flüchtlinge“ begangen werden.

Wenn Heiko Klare von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW  beklagt, dass die gesellschaftliche Stimmung „von kaum noch sachlich geführten Debatten“ geprägt ist, hat er damit also vollkommen recht, allerdings sieht er die mangelnde Sachlichkeit natürlich bei – aus seiner Sicht – wahlweise Wutbürgern, Rassisten oder Rechtsextremen. Dass es hingegen seine Seite ist, die hier vollkommen faktenresistent eine deutschlandweite Pogromstimmung gegen Asylbewerber herbeischreiben will, während ein großer Teil seiner angeblichen Opfer nahezu ungestört stehlend, prügelnd, raubend, vergewaltigend und auch mordend durchs Land zieht, hat er in seiner linken Wohlfühlblase offensichtlich vollkommen ausgeblendet. Und dabei geht es eben nicht nur um eine Wand an die eine furchtbar böse ausländerfeindliche Parole gesprüht wurde, sondern um Frauen und Kinder, die ihr ganzes Leben daran arbeiten müssen sexuelle Übergriffe zu verarbeiten oder um Menschen, deren Leben ein viel zu frühes Ende gefunden hat.

Bildquelle: Arno Bachert | pixelio.de

Kommentar verfassen