Soldaten berichten: Zeitzeugenvortrag mit Richard Neubrech in Dortmund

Am vergangenen Samstag, den 11. August 2018, fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Soldaten berichten“ ein Zeitzeugenvortrag in Kooperation mit unserem Kreisverband in Dortmund statt.

Hier nun nachfolgend der vollständige Bericht des Kreisverbands Dortmund zur Veranstaltung:

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Veranstaltungssaal am Samstag (11. August 2018) in Dortmund. Eigens aus der Pfalz angereist, um über sein bewegtes Leben zu referieren, war der 91-jährige Richard Neubrech, der in den letzten Jahren bereits in mehreren Städten unter dem Titel „Vom Pimpf zum Soldaten der Waffen-SS: Die Jugendzeit eines Pfälzer“ referiert hatte. In einem rund zweistündigen Vortrag, dem jeder Anwesende aufmerksam folgte, beschrieb Neubrech seinen persönlichen Werdegang, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den politischen Ereignissen lag, die in den Dreißigerjahren weitreichende Veränderungen in Deutschland mit sich brachten. Durch eine Mischung persönlicher Anekdoten, sowie der Wiedergabe zeitgeschichtlicher Vorgänge, konnte Neubrech den Zuhörern eindrucksvoll seine eigene Entwicklung vermitteln, die ihn letztendlich als Freiwilligen in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges in das Protektorat Böhmen und Mähren, sowie nach Ungarn führte, wo er an einer letzten Offensive teilnahm, nach deren Scheitern den Rückzug antreten musste und sich nach dem 8. Mai 1945 durch das Chaos, das die Kapitulation mit sich brachte, zurück in seine pfälzische Heimat schlug. Nach Kriegsende war Richard Neubrech u.a. Mitglied der „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS e. V. (HIAG)“, bei der er in Rheinland-Pfalz zwischenzeitlich das Amt des Schiedsgerichtsvorsitzenden bekleidete. Beruflich setzte er seinen Kindheitstraum um und war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1992 Lokführer, zuletzt in ausbildender Funktion.

Objektive Geschichtsbetrachtung gegen ideologische Hetze

Während die bundesrepublikanischen Medien systematisch gegen eine ganze Generation hetzen, bieten Zeitzeugenvorträge die Möglichkeit, Menschen zuzuhören, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben. Ihre Aussagen sind es, die wir Nachkommenden aufnehmen und weitergeben müssen, wenn die biologische Uhr den letzten der Erlebnisgeneration in einigen Jahren zum Schweigen bringen wird. Die Überlieferungen der Kämpfer von einst geben uns Motivation und politische Munition, gegen die Lügen der Besatzer und ihres geschaffenen Systems anzukämpfen. Ein besonderer Dank geht deshalb an den Referenten Richard Neubrech, der die Möglichkeit geschaffen hat, seine Erinnerungen auch in Dortmund an junge Deutsche weiterzugeben. Weiterhin gilt dem Kreisverband DIE RECHE – Rhein-Erft Dank, der die Veranstaltung, die ihren Ausklang mit dem gemeinsamen Absingen des Liedes „Wenn alle untreu werden“ fand, im Rahmen der Vortragsreihe „Soldaten berichten“ mit den Dortmunder Aktivisten von DIE RECHTE durchführte und organisatorisch zur Seite stand.

Wer den Vortrag verpasst hat und / oder wer die Lebenserinnerungen von Richard Neubrech ausführlich nachlesen möchte, wird empfohlen, das Buch „Richard Neubrech: Die Jugendzeit eines Pfälzers – Vom Pimpf zum Soldaten der Waffen-SS“ für 15,50 Euro über die Internetseite „Soldatenbiographien.de“ zu bestellen.

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE – Kreisverband Dortmund

Kommentar verfassen